Aloha beisammen!
Tatsächlich funktionierte mein Riecher exakt.
Gleich zu Beginn wurde ich von einer wahren Armee Netzhexen begrüßt. Das war toll so richtig viele junge Boleten um einen herum bestaunen zu dürfen. Witzig ist daß genau dort auch Flockies wachsen. Man muß schon genau hinsehen was man da vor sich hat.
Fast schon beängstigend war der Angriff der Schnecken auf die Hexenarmee. Man sah sie aus allen Himmelsrichtung straight to the meat dahinschlurfen. Als hätte jemand die Essensglocke angeschlagen.
Das gleiche Bild dann bei den Steinpilzen. Man konnte im Prinzip den Schnecken folgen um zu den Steinpilzen zu finden.
Wie vermutet kamen sie jetzt durch die Erde gebrochen. Viele junge Fruchtkörper und einige schon größere.
Da ich keine Zeit hatte mußte ich geschwind durch den Wald rasen um mehrere Stellen überprüfen zu können. Vier mal wurde ich mit Sommersteinpilzen beglückt. Ein halber Korb voll war die Ausbeute und in drei Tagen schaue ich mal ob die Schnecken den Nachwuchs haben gedeihen lassen. Hope so! ![]()
Im Wald war sonst nicht viel los, pilzbezogen. Nur sehr vereinzelt mal was an sonnenbegünstigten Stellen. Aber der Wald war herrlich nach dem Regen und hat gut Feuchtigkeit aufgenommen.
Erfreulich war der Fund einiger Rauhfüße. Für mich ein Startzeichen daß jetzt mal wieder neue Pilze in Sicht sind.
Erste Kartoffelpioniere habe ich auch gefunden die jetzt wohl beginnen in der Gegend herumzubovisten.
Kartoffelähnlich und überraschend früh waren auch erste Halskrausenerdsterne aufgetaucht.
Noch erkennt man sie nicht wirklich aber ich kenne diesen Standort ja genau.
Dort nebenan wachsen auch seit nun schon einigen Wochen immer wieder Riesenträuschlinge.
Ziemlich erstaunlich, finde ich. Schub um Schub um Schub usw.
Meine eilige Spritztour war also ein voller Erfolg. Ich habe das genossen.
Dann hatte ich ja einen Termin. Grillen, Pilzbutter abliefern, Pilze vorstellen, mampfen und irgendwann wieder heimwärts fahren. Es ergab sich dabei die Gelegenheit noch rasanter als morgens im Wald den Ohlsdorfer Friedhof zu durchqueren. Man ist ja neugierig.
Auf meinem Weg, man hat ja diverse Stellen im Hinterkopf, konnte ich bei anbrechender Dunkelheit dann auch tatsächlich einen wunderhübschen und makellosen Fichtensteinpilz überwältigen. Ein gutes Gefühl wenn man nach den leichteren Sommersteinpilzen am Morgen so einen schweren Edulis in der Hand hält. Der wird morgen früh mit Begeisterung im Frühstück gewürdigt. ![]()
Heute war ein wahrlich guter Tag! ![]()
Das mußte ich noch los werden.
