Liebe Joli,
jetzt komme ich endlich dazu mir deinen Litauen-Bericht auch noch anzuschauen.. Was für eine wahrlich traumhafte Landschaft! Ich bin wirklich beeindruckt. Ich denke dort muss ich auch mal hinreisen.
Deine Stockschwämmchen sind für mich, soweit das anhand von Bildern eben beurteilbar ist, schon welche, besonders wenn man das letze Bild als Grundlage nimmt. Die heißen ja nicht umsonst wandelbar "mutabilis".
Ich habe schon so verwirrende, verschiedenst aussehenden Stockschwämmchen gesehen (mal mit dicken Stielen mit gut 1,5 cm Durchmesser, oder auch mit Riesen-Hüte von 8-10 cm Durchmesser, dann wieder winzige Exemplare, sehr hygrophane oder nicht hygrophane Pilze, witterungsbedingt verfärbte, von oben wie Schwefelköpfe aussehende.., kurze und lange Stiele ) - da fällt dein Fund für mich nicht aus dem Rahmen... Der Geruch ist übrigens sehr charakteristisch und unterstützt die Bestimmung, am wichtigsten ist jedoch der schuppige Stiel, und den sieht man bei dir bei den Bildern 2 und 3 ganz gut.

Hier zwei Fotos von recht gedrungenen Stockschwämmchen aus Hornberg... 


Deinen vermuteten Muschelkrempling (Tapinella panuoides) könntest du mal mit dem gallertfleischigen Stummelfüßchen (Crepidotus mollis) vergleichen (Link Tintling) . Dessen Kennzeichen ist eine äußerst elastische Huthaut (kann man dran ziehen...
), er hat braunes Sporenpulver (mit Rosastich) wächst gerne an Laubholz in Feuchtgebieten. Der Muschelkrempling wächst hingegen fast ausschließlich an Nadelholz (vgl. Kriegelsteiner), hat oft einen Gelb - bis Orangeton in den Lamellen, die leicht vom Hut ablösbar sind (vgl. Porträt von Mario (Trino): Link ).
Hier ein paar (leider schlechte) Bilder von gallertfleischigen Stummelfüßchen von mir, enstanden vor ein paar Tagen in Mecklenburg...


