Beiträge von flyls8

    Hallo Pilzfreunde,


    der Winter nimmt hier mehr und mehr Besitz von der Natur und die Pilzflora wird entsprechend spärlich. Trotzdem ist noch manches Interessante zu sehen, wie ich heute feststellen konnte.


    Zunächst zwei Baumpilze, die ich nicht kenne.


    1. Diesen hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal vorgestellt, damals aber versäumt, die Unterseite zu zeigen. Ein schöner farbenfroher Pilz, bis ca. 5cm Durchmesser, Geruch nicht feststellbar, an toten Laubholzästen, mit hoher Wahrscheinlichkeit Buche. Hier die 3-Seitenansicht:



    2. Diesen würde ich als rotrandigen Baumschwamm oder Fichtenporling (Formitopsis pinicula) bezeichnen, dummerweise wuchs er eindeutig an einer Lärche.


    Konsistenz holzartig, sehr hart, Größe bis 25cm, Poren weiss, sehr fein, Geruch nicht feststellbar.



    Hier kann man toll die verschiedenen älteren Porenschichten erkennen.



    Ansonsten findet man hier neben Nebelkappen nur wenige noch frische Fruchtkörper z.B. als Farbtupfer den geflecktblättrigen Flämmling (Gymnopilus penetrans).



    Das wars für heute. Ich wünsche allen Teilnehmern hier ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


    Viele schöne Funde


    Alex

    Hallo zusammen,


    ich denke Inonotus obliquus wäre hier auch eine ziemliche Sensation, oder? Ich habe gelesen, der kommt an Birken in Sibirien vor. Oder kommst du am Ende dort her?


    Sicher, dass das kein Baumkrebs ist?


    Gruß, Alex

    Hallo zusammen,


    @ Fredy und Björn, da werde ich wohl am nächsten WE nochmal hin müssen und die Unterseite aufnehmen. Mich hat dieser Pilz aufgrund seiner schönen Farben interessiert :shy:.


    Meinen vermeintlichen Strubbelkopf halte ich nun auch eher für einen vergammelten Schirmling, schade. Ich habe wohl die verschimmelten Lamellen in meiner Euphorie für Röhren gehalten:(.


    Auf jeden Fall freue ich mich über den Gymnopilus penetrans, den kann ich dann wohl zu meinen "Bekannten" hinzufügen. Wäre dann der zweite Flämmling dieses Jahr nach dem prächtigen G. junonius:).


    Danke für die Tipps
    Alex

    Hallo zusammen und einen schönen ersten Advent.


    Wir, meine bessere Hälfte und ich, waren heute morgen wieder im Wald und ich muss sagen, trotz wochenlanger Trockenheit und teilweise Nachtfrösten ist immer noch einiges zu finden. Viele der Pilze sind zwar eindeutig frostgeschädigt, ich habe aber versucht, nur die zu zeigen, die noch einigermaßen frisch und bestimmbar aussahen. Bei einigen Funden habe ich einen Verdacht, bin mir manchmal auch sicher, bei anderen habe ich keine Idee. Ich fange mal mit den Unbekannten an.


    1. Ein Baumpilz (Tramete?) an einem toten Buchenstamm. Ca. 10cm im Durchmesser.



    2. Beim nächsten habe ich keine Ahnung, Hut ca 4cm, im Fichtenwald.



    3. Ein Helmling? Hut 2-3cm, im Fichtenwald



    4. Diese wuchsen in rauhen Massen überall, Hut bis 20cm, könnten das alte Nebelkappen (Clitocybe nebularis) sein?



    5. Diese kenne ich nicht, aber nette Farbtupfer. Im Birkenwäldchen unter jungen Fichten, Hut ca. 6cm.



    6. Noch eine Tramete? an einem Laubholz-Stamm.



    Bei den nächsten habe ich eine Vermutung, wäre schön wenn ihr diese bestätigen oder korrigieren könntet.


    7. Hier glaube ich eine geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxolon) zu erkennen, oder? Ca. 3-4cm hoch, auf Laubholzstumpf.



    8. Lepista nuda?



    9. Diese wuchsen in großer Zahl überall an Laubholzästen. Hut 5-7cm. Könnte das ein Flämmling, evtl. der geflecktblättrige (Gymnopilus penetrans) sein?



    10. Da bin ich mir einigermassen sicher: Clitocybe nebularis.



    11. Hier vermute ich den Strubbelkopf (Strobilomyces strobilaceus), wäre mein pers. Erstfund :). Hut 7cm, Stiel 1cm, hohl, Ring verschiebbar, im Laubwald.



    12. Hier vermute ich den Pinselschüppling (Pholiota jahnii), hätte ich in diesem Jahr schon zum zweiten Mal gefunden.



    Und jetzt noch zwei alte Bekannte:


    13. Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)



    14. und Maronen



    15. Hier noch etwas nur zum Teil pilziges, eine Flechte (Cladonia fimbriata) vermute ich. Auf jeden Fall weiss ich jetzt, wo die Golfer ihre Tees herbekommen, die sie zum Abschlag brauchen.



    Wow, das ist ja nun ein ganz schön langer Bandwurm geworden. Ich hoffe dass ich euch nicht zu sehr gelangweilt habe.


    Bis bald, Alex

    Hallo Katharina,


    bitte die Pilze immer auch von unten und möglichst auch ein Schnittbild zeigen. Lamellen und Stiel sind wichtige Merkmale, ohne die eine Bestimmung vielfach nicht möglich ist. Ich kann dir nur sagen, daß die Nr.8 eine Stinkmorchel (Phallus impudicus) und Nr. 3 vielleicht einen Grünblättrigen Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) zeigen. Beim Rest müssen die wirklichen Kenner ran.


    Gruß, Alex

    Hallo,


    Nr 5 ist wohl der Elfenbeinschneckling (Hygrophorus eburneus). Er müsste dann bei Buchen gewachsen sein. Er soll nach Weidenbohrerraupen riechen. Ich habe noch nie an einer Weidenbohrerraupe gerochen XD, aber es soll sich um einen intensiven, unangenehmen Geruch handeln.


    Gruß, Alex


    Ich glaube eher an einen Hallimasch, die Schuppen sind relativ schwach erkennbar und die Hutoberfläche zeigt vielfach dunklere Flecken...typisch für Hallimasch.


    Also Armillaria (mellea).


    lg björn


    Hallo Björn,


    kannst du (wirst du wahrscheinlich;)) Recht haben, mir waren die ausgebreiteten Hüte im Vergleich zu den sichtbaren Blättern zu klein.


    A. mellea 5-12cm - P. lucifera 3-7cm


    Die Blätter sehen für mich wie Eberesche oder so ähnlich aus, müssten also so 4-5cm lang sein, demnach sind die größten Hüte höchstens 7cm.


    Beste Grüße, Alex

    Hallo,


    Stockschwämmchen sind das mit Sicherheit nicht. Ich würde etwas in Richtung Schüppling (Pholiota spec.) vermuten. Ich lehne mich mal ganz, ganz weit aus dem Fenster und sage Pholiota lucifera. Mit etwas mehr Beschreibung und vielleicht einem Bild von der Unterseite könnte man diese Vermutung bestätigen oder falsifizieren.


    Gruß, Alex

    Nr 3. ist m.E. kein violetter Rötelritterling (Lepista nuda). Dessen Lamellen sind "ausgebuchtet angewachsen", die hier Gezeigten würde ich als "herablaufend" charakterisieren. Der Stiel ist auch zu schlank. Ich weiss, das ist destruktiv aber ich habe keine Alternative anzubieten.


    Nach einigem Überlegen halte ich einen alten violetten Lacktrichterling (Laccaria amethystina) für möglich.


    Gruß, Alex

    Hallo Bulitz,


    das ist ja ein mutiger Tipp, wäre ich nie drauf gekommen:alright:. Nachdem ich mir nochmal den Lepista saeva Thread von mir selbst angeschaut habe, glaube ich, dass du Recht hast.


    http://www.pilzforum.eu/board/thema-lepista-saeva


    Die Farben sind wohl total veblasst, weil der Pilz in der Laube gewachsen ist, aber ich glaube an der Stielbasis tatsächlich etwas Lilafarbenes zu erkennen. Lamellenfarbe und -anschluß (freistehend) stimmt auch.


    Beste Grüße, Alex

    Hallo Wirderer,


    willkomen im Forum. Bin kein Experte, daher nur als Vorschlag:


    3-4, 7-8 und 15-16 zeigen den nebelgrauen Trichterling, Clitocybe nebularis.
    13-14 ist wohl ein gelber Knollenblätterpilz, Amanita citrina.


    Beim Rest muss ich passen, da müssen die wirklichen Profis ran.


    Gruß, Alex

    Hallo Mo,


    das mit der Hundsrute glaube ich nicht, da fehlt irgendetwas rötlich/bräunliches. Die müsste ausserdem schlanker daherkommen. Da die Gleba fehlt, ist es schwierig, etwas definitives zu sagen. von der Gestalt her passt da aber eher die "normale" Stinkmorchel.


    Gruß, Alex

    Hallo Björn,


    warum tendierst du zu L. saeva und nicht zu L. nuda oder L. sordida? Ich habe L. saeva bisher nur auf Wiesen ohne jegliche Bäume oder bei Obstbäumen gefunden. Die Farben auf den Bildern sind wenig aussagekräftig.


    Beste Grüße, Alex