Beiträge von pilzmel

    Hallo zusammen,

    Frau Dähncke hat folgende Informationen übermittelt:


    Spanisch ist nicht so wichtig, da es meist Deutsche sind, die sich hier für die Pilze interessieren, und auch deutsche Touristen sind, die wegen der Pilze anreisen. Aber es waren auch schon namhafte Mykologen aus England, Schweiz, Italien, Amerika, Frankreich usw. hier, die nicht erwarten, dass man ihre Sprache spricht. Das Zentrum muss nur gut organisiert werden, damit jeder dort mit dem reichen Material arbeiten kann, um sein Ziel zu erreichen. Die Einheimischen sind zufrieden, wenn sie beraten werden, ob ihre Pilze essbar sind. Sie kennen ausser dem Blutreizker und den Nacidas (Rhizopogon obtextus) eigentlich kaum etwas.

    Natürlich wurde die Stelle vergütet werden, es läuft das 'Projekt', das die Gemeinde einreichen muss bei der Provinzregierung, aber das wird schon in Ordnung gehen, da man ja schon 500.000 Euro erhalten hat für ein kleines Hotel usw., man hat grosses Interesse an der Einrichtung, um der Insel den Ruf von Intelligenz zu geben. Ideal wäre eine Person (oder Ehepaar), die sich in La Palma verliebt und hier gerne leben möchte. Mit Kursen für die Inselregierung oder die Gemeinden kann man gut verdienen, ich hatte einen Stundenlohn von 60 Euro (ohne Probleme), und auch der Bevölkerung kann man Pilzsuche mit anschliessendem Essen gegen Bezahlung anbieten. Und ausserdem kann man natürlich in aller Ruhe auch wissenschaftlich arbeiten.

    Gerne gebe ich weitere Auskunft und verbleibe mit herzlichem Gruss

    Rose Marie Dähncke


    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    eine Korrespondenz mit Frau Rose Marie Dähncke enthielt folgende Sätze:


    „La Palma ist wirklich ein Pilzparadies, und wir suchen sehr einen guten Leiter für das Centro de Micología, um vielen Pilzfreunden die Möglichkeit zu geben, diesen Reichtum auswerten zu können. Kennen Sie niemand? Man hat hier ein sehr schönes Leben, Sie sehen ja, man wird sogar recht alt.“


    Frau Dähncke gestattete, diese Passage zu veröffentlichen. Wer also Ambitionen hat, seinen Wohnsitz nach Mazo zu verlegen, kann gern darüber nachdenken. Im Tintling 3/2017 ist übrigens ein Artikel darüber erschienen; ein Leiter ist noch nicht gefunden.


    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Dieter,

    das ist Coprinellus eseri.

    C. radians würde ich ausschließen wollen, weil die Sporen doch sehr oft bohnenförmig sind und auch ein Tuckelchen zu klein und zu hell.

    C. xanthothrix passt da schon besser, die Sporen sind allerdings ungewöhnlich breit. Beim Velum hast du wahrscheinlich die Stellen erwischt, wo die für die Gruppe typischen Ketten nur spärlich vorhanden sind.

    Neben xanthothrix und radians geistern rund zehn namenlose Arten herum, die per Mikro kaum oder gar nicht zu unterscheiden sind.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ralf,

    das ist Psathyrella longicauda.

    Mal abgesehen von der Wurzel ist ein nahezu untrügliches Merkmal der Bau der Lamellenschneide. Da gibt es neben den echten Zystiden massenhaft kleine keulige Zellen, fast wie Basidiolen. P. longicauda ist eine relativ "stämmige" Art; von meinen Bildern nicht verwirren lassen. Nur die zweite Reihe ist richtig, den Rest muss ich noch aussortieren.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Nosozia,

    ja, übersehen.

    Das ist ziemlich sicher P. microrhiza. Sporengröße und -form und die Pleurozystiden passen gut, die Cheilozystiden stehen eng, passt auch. Bei dem großen Exemplar sollte eigentlich eine rosa Lamellenschneide sichtbar gewesen sein, bei den jungen vielleicht noch nicht. P. corrugis hat praktisch nie ein Velum, scheidet also aus. Und P. bifrons ist ein Geist.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Wastl,

    hm, eher nicht. Beim Haustintling sieht man eigentlich immer irgendwelche Velumreste. Ich vermute einen der Tintlinge aus der Ecke Glimmer-Tintling. Bei denen verschwindet das Velum mitunter sehr flink.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    per Auge hätte ich auch gezweifelt. Obwohl die Hüte bis weiß ausblassen können und nicht unbedingt kegelförmig sein müssen. Aber die Mikros sind schon eindeutig. Die Haare gehören klar zu der Parasola-Gruppe mit ebensolchen; und da gibt es z. Z. nur vier Arten. Eine einzige mit großen ellipsoiden Sporen (bei denen der Keimporus leicht exzentrisch ist): P. conopileus.

    Die Haare fallen im Alter aus, wie bei mir.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    mal wieder total übersehen.

    Ich denke auch, dass der im weitesten Sinn in die Hasenpfoten-Ecke gehört. Wenn ich die Sporenmaße richtig deute, sind die allerdings ein wenig klein. Kann auch täuschen. C. jonesii hat kleine Sporen, aber ich favorisiere trotzdem die Hasenpfote.

    Der rötliche Pilz hat Pigmentausfall, es sind sowohl die Hutfarbe als auch die Sporenwände betroffen. Sowas taucht immer mal wieder auf.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    nö, ich dränge mich nicht vor.

    Bei dem Start-Tintling habe ich auch keine definitive Antwort. C. domesticus, ellisii, radians haben eigentlich immer Gelbtöne an der Stielbasis bzw. sogar deutlich gelbes Mycel. Bei der ersten Bildserie sieht es nicht danach aus, bei der zweiten schon.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Maria,

    jetzt ist meine Birne rötlich vor Verlegenheit. Der Beli...

    Aber nochmal zum Pilz. Es ist nur ein Tipp, keine definitive Aussage. Einen Runzelkopf können diverse Psathyrellen bei entsprechendem Wetter bekommen. Eine andere Möglichkeit ist Typhrasa gossypina (ehem. Psathyrella), die hat auch eine stark faltige Huthaut. Wäre aber toll, wenn du den Pilz nochmal findest.

    Beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Nani,

    falls noch vorhanden: Buddle mal einen Pilz vorsichtig aus und prüfe, ob der Stiel ein Knöllchen oder eine Art Wurzel hat. Anders ausgedrückt: Endet der Stiel (knollig) dicht unter der Erde oder ist er ein Stück eingesenkt?

    Beste Grüße,

    Andreas