Danke Björn.
Schönen Sonntag noch
Chris
Beiträge von naturgucker
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Hallo. Diese Gebilde habe ich heute im Schellbruch fotografiert, einen Geholzstreifen an einem Feuchtgebiet in Lübeck. Der Baum dürfte Prunus avium sein. Die Gewächse fühlten sich sehr fest an, ließen sich aber mit Fingernagel abschaben, das Fleisch war in gleicher beige-weißlicher Farbe wie die Oberseite. Größe - wie auf den Bildern zu sehen - unterschiedlich, von kleinen Placken ab 1 cm bis ca 5 cm und etwas mehr.
Das sind wohl Pilze, oder? Aber was für welche?
Für Aufklärung wäre ich dankbar.
Chris -
Hallo.
Ist das Exidia plana, der Warzige Drüsling? Oder ein anderer?
Gefunden heute im Schellbruch, in einem kleinen Gehölzstreifen zwischen Feuchtgebiet, Acker und Wald, an einem Stück liegendem Totholz, das ich evtl. für Holunder halten würde.
Für Bestätigung oder Korrektur wäre ich dankbar
Chris -
Gemeiner Feuerschwamm (Phellinus igniarius) passt!
Tja, so einfach ist das, wenn man so viel Erfahrung hat: "Paßt!"
Vielen Dank, Fredy.
Dann war ja meine erste Vermutung gleich die richtige. Wenn man nur immer wüßte... und so laß ich mich gerne - zu Recht! - verunsichern, wenn es noch andere ähnliche Arten gibt oder nicht alle Kennzeichen wie zB das Substrat einwandfrei erkannt wurden...
Schönen Sonntag!
Chris -
Ja Chris, so kann das nichts werden - denke ich. Zumindest das Substrat und die Größe der Fruchtkörper solltest du nennen können. Oder im Park, im alten Garten, im Auwald, oder am Strassenrand usw.Naja, das hatte ich eigentlich genannt:
<< ...nicht näher bestimmbaren Laubbaum zwischen Bahnstrecke und Klärwerk in Lübeck... >>, so ein kleiner Vegetationsstreifen mit ein paar Büschen und Bäumen eben, ungepflegt, kein Park, kein Garten, kein Wald. Größe: unterschiedlich, wie auf den Fotos zu sehen, die kleineren "Treppchen" geschätzt so 6-8 cm, die älteren größer, bis über 10 cm.
Hope it helps.
Gute Nacht
Chris -
...kann es denn sein, dass der Schwammerl auf einem alten Zwetschgenbaum wächst?Hallo Anonymus (Ohr),
du denkst also an Phellinus pomaceus? Habe hier noch ein Foto, da sieht der Pilz so aus wie einer, den ich früher schonmal als Phellinus pomaceus identifizert hatte, aber da traue ich mich so nicht ran. Könnte vielleicht passen, oder?
Danke auch, Uwe, für den Tipp; denke nun, Phellinus pomaceus könnte hinkommen.
Schönen Abend einstweilen.
Chris
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Hallo!
Gefunden heute an einem für mich nicht näher bestimmbaren Laubbaum zwischen Bahnstrecke und Klärwerk in Lübeck. Die Pilze waren hart, nicht biegsam bzw nicht einzudrücken (falls es nicht am Frost lag), sind das Phellinus ignarius?
danke!
Chris
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Vielen Dank für die schnelle Antwort, Björn.
Die drei Fotos "zur näheren Bestimmung" sind aus meiner Sicht völlig irrelevant und sogar für eine Bestimmung eher verwirrend, sorry.Was die Fotos betrifft, OK, tut mir leid, ich wollte nicht verwirren. Bisher hatte ich hier gelernt, möglichst genaue Angaben zu machen, und daraus schloß ich, es könnte hilfreich sein zu sehen, ob die Poren rund oder länglich, groß oder klein, durch dünne oder durch dicke Wände getrennt sind, ob sie im Querschnitt eher den größeren Teil des Fruchtkörpers ausmachen oder weniger tief sind, ob die Huthaut dick oder dünn, glatt oder spröde ist.
Schrieb nicht erst kürzlich jemand hier: –žSchön zu sehen, dass ein Schnittbild ebenfalls sehr aufschlussreich wäre!–œ Und auch von Porengröße und -form meine ich hier schon Bestimmungsrelevantes gelesen zu haben.
Ich finde es schwierig von vornherein zu wissen, wo man genau –žin die Tiefe gehen–œ sollte und wo der äußere Augenschein reicht–¦
Trotzdem: Freut mich, daß dieses malerische Ensemble nun einen Namen hat.
Gruß von Chris
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Hallo.
Heute habe ich auf einer alten dicken Weide am Tremser Teich zwischen Lübeck und Bad Schwartau diese schöne Pilzgruppe fotografiert.
Die Konsistenz zeigte sich zäh-elastisch, beim Brechen geruchlos. Zur näheren Bestimmung füge ich auch noch Fotos der Unterseite, der Hutoberseite mit Verletzung bzw fehlender Huthaut sowie einen Querschnitt bei.
Wer kann sie mir vorstellen?
danke!
Chris
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....beide Arten schon oft genug gesehen und mikroskopiert habe. Ich glaube nicht, dass man das durch Beschreibung beweisen kann.Hallo, hier habe ich jetzt doch nochmal 'ne Nachfrage.
Nach
Foto von Ascocoryne sarcoides, Fleischroter Gallertbecher - Gruppe
soll ein makroskopisches Unterscheidungskriterium der Ascocoryne-Arten das gleichzeitige Vorkommen der Jugendform in Form von kleinen Keulchen und der ausgewachsenen Form bei Ascocoryne sarcoides sein. Dadurch ließen sich beide häufigeren Ascocoryna-Arten meist gut unterscheiden.
Ist das ein hinreichend sicheres Unterscheidungsmerkmal, ohne daß man das Mikroskop bemühen müßte?
Gruß von Chris -
Vielen Dank, Fredy, das war ja eine wirkliche "Doktorarbeit". Mitte/Ende nächste Woche komme ich voraussichtlich nochmal an dem Waldstück vorbei, und da ich mich ziemlich gut erinnere wo der Pilz gewachsen ist, finde ich ihn vielleicht wieder und kann dann doch mal ein Stück abbrechen bzw noch bessere Porenfotos machen. Und falls kein Frost ist, läßt sich zum Geruch vielleicht auch noch definitiveres sagen.
Bis dahin lass ich erstmal den Wurzelschwamm mit Fragezeichen stehen.
Eine gute Webseite mit zuverlässigen Fotos, Beschreibungen und vor allem Abgrenzungskriterien zu Verwechslungsarten gibt es wohl nicht, oder? Das muß man sich, falls man nicht schon zwanzig Jahre Erfahrung hat, sicher immer irgendwo zusammensuchen oder einen Experten fragen?
Einen schönen Tag erstmal
Chris -
Hallo Harry, hübchen und Björn,
Wurzelschwamm scheint mir eine sehr gute Idee. Was ich auf die Schnelle über den Wurzelschwamm Hetereobasidion annosum nachschlagen kann, scheint absolut zu "meinem" Pilz zu passen. Den Fenchelporling kenne ich, der Geruch wäre wohl kaum unbemerkt geblieben.
Ich werd' den Pilz erstmal als Wurzelschwamm cf (cf Hetereobasidion annosum) ablegen.
Ganz vielen Dank und Gruß
von Chris -
Hallo Chris !
Kannst Du eine Geruchsangabe machen ? Könnte bei dem Pilz wichtig seinDanke für die Erinnerung, Harry, da hatte ich auch schon dran gedacht, aber die Pilze waren so fest wie Stein und dran riechen konnte ich daher nichts auffälliges. Hattest du eine Idee?
Schönen Abend schonmal von Chris -
Tja...
Vielen Dank für deine Einschätzung, Björn.
Natürlich denkt man bei Nadelholz gerne an Fichtenporling, das war auch meine erste Idee - aber die sollten eigentlich zum Stamm hin schwärzlich aussehen und nicht so "zerklüftet" sein.
hmmm... man kann wahrscheinlich nicht jeden Pilz sicher ansprechen...
Gruß von Chris -
Hallo!
Heute im Wesloer Forst, ein Mischwald in Lübeck. Diese Pilze wachsen auf einem Baumstumpf, von der zu erkennenden Rinde her wohl Kiefer (auch Kiefern nebenan und Kiefernnadeln obenauf - sonst stehen noch Eichen in der Nähe).
Beim Betasten fühlten sich die Pilze steinhart an - kann aber auch durch den Frost mitverursacht sein.
Tja, welcher ist das?
Schönen Gruß und ebensolchen Abend schonmal
Chris -
Danke Jürgen und Björn!
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Guten Abend Leute.
Also der Holzhaufen, oder besser: der große Stapel aufgeschichteter Eichen(?)-Stämme heute am Waldrand bei Lübeck entpuppte sich als ein wahres Pilz-Eldorado!
Hunderte von Violetten Schichtpilzen, Samtfußrüblingen und etlichen anderen überzogen große Teile des Holzes. Zu den Pilzen auf diesen Fotos hier wüßte ich gerne näheres, wer kennt sie? Vor allem der satt dunkelgelb gefärbte Pilz hat es mir angetan
Es war etwas frostig, kann sein daß die Pilze dadurch etwas "verfremdet" wirken. Bei den ersten ließ sich eine möglicherweise samtige Oberfläche nur erahnen, da leicht gefroren.
Die auf dem letzten Foto gezeigten, nur 2-3 Millimeter großen Kügelchen wuchsen nebenan an einem Holzgeländer. Vielleicht Tremella mesenterica als Jugendliche?Bin gespannt...
ganz vielen Dank vorab und schönen Abend
von Chris -
Hallo!
Das Thema Austernseitlinge hatten wir ja gerade schonmal.
Das hier sind wohl auch Austernseitlinge, oder liege ich falsch?
Gefunden heute auf einem großen Stapel geschichteter Baumstämme (wohl Eiche).
Kein Geruch feststellbar. Der größte dieser Art hatte einen Hutdurchmesser von fast 20 cm.Cheers
schönen Abend schonmalChris
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Die dunkelroten Teile bestehen aus zusammenliegenden Perithezien, welche einem rudimentären Stroma aufsitzen und daher erst so himbeerartig zusammensitzen. Dies ist die Hauptfruchtform Nectria cinnabarina.
Die Nebenfruchtform ist kugelig und rosaweißlich bis blass rosarot gefärbt. Da diese Fruchtform relativ scharf abgegrenzt aussieht, besteht schon keine Verwechslungsgefahr mehr mit den eher zerfließend aussehenden Nebenfruchtformen von Dacrymyces-Arten. Die Nebenfruchtform wird traditionell Tubercularia vulgare genannt.
Da man weiß, dass Tubercularia vulgare zu Nectria cinnabarina gehört, also genetisch identisch ist, werden Anamorphe (Nebenfruchtform) und Teleomorphe (Hauptfruchtform) zu einer Homomorphe zusammengefasst, und die heißt Nectria cinnabarina.Mann o Mann, danke für deine ausführliche "Vorlesung", ganz prima!
Jetzt habe ich`s hoffentlich endlich kapiert...
Gruß und schönes Wochenende
Chris -
Das ist Tubercularia vulgare, die Nebenfruchtform von Nectria cinnabarina, die übrigens als rötliche, himbeerförmige "Sammelfruchtkörper" überall auf dem Bild zu sehen sind.Dumme Frage: WAS ist? Das braune?
Also gar nicht Dacrymyces? Alles Nectria in einer perfekten und imperfekten Form?...
Danke schonmal mit Bitte um kurze weitere Erläuterung. Woran sehe ich das?
Gruß
Chris -
Hallo !
Gefunden heute am Rand eines Feuchtgebietes südlich von Lübeck auf Holunder, und zwar auf liegendem Totholz als auch einem (wohl noch?) lebenden alten Holunder. Kann ich die als Zerfließende Gallerttränen (Dacrymyces stillatus) ablegen, oder kommt auf Holunder auch noch anderes in Frage?
Und was sind das auf dem ersten Foto für dunkelbraune Pölsterchen dazwischen?
Für jede Antwort danke ich vorab sehr herzlich!
Chris -
Vielen Dank, Björn und Jörg, für die Rückmeldung!
Ist doch erstaunlich, was sich an einem morschen Zaunpfahl entdecken läßt, wenn man ein Auge dafür bekommt!
Chris -
Vielen Dank an Fredy, Dryocopus und Björn für die ausführliche Diskussion und Bestimmung!
Chris
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Ist die Oberseite so filzig-zottelig wie das auf den Bildern rüberkommt?
Sorry, Fredy, hatte ich eben in meiner Ratlosigkeit vergessen: Ja, der fühlte sich ziemlich filzig an!
Gruß Chris -
Hallo Fredy und Dryocopus,
vielen Dank für eure Rückmeldung. Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch - wo seht ihr denn bei meinem Pilz "Lamellen"? Für mich sehen die Poren rundlich bis oval aus, und ein Teil der eher ovalen Poren ist zu langgestreckten Furchen verschmolzen....
Hallo Chris,
es wäre gut, wenn du die Lamellenzahl pro Zentimeter überprüfen würdestZu "Lamellen" siehe oben. Bei deinem Pilz sehe ich gut 20 Lamellen pro Zentimeter, also Gloeophyllum sepiarium?
Ich glaube, jetzt blicke ich gar nicht mehr durch...
Etwas ratloser Gruß von Chris
