Beiträge von соииу

    Der Standort von 2 ist von Fichten dominiert, allerdings finden sich überall eingestreute junge Laubbäume (Birke, Eiche, Hainbuche und Pappel). Sehr häufig ist er an Wegrändern. Im Wald konnte ich keine Verfärbung der Milch feststellen, nun zuhause aber doch eine blasse Gelbfärbung. Ich denke L. decipiens passt. Sie treten massenhaft zwischen Martinsried/Großhadern und Neuried auf.

    Nachtrag zum Standort von (1):

    Ich fand 4 Exemplare an einem Waldweg, in unmittelbarer Nähe waren Fichte, Birke, Hasel, Sauerkirsche, Pappel, sowie eine große Eiche angesiedelt.


    Nachtrag zu (2): Sie wuchsen gesellig in Gruppen von 10-30 Fruchtkörpern auf Moos und alten Baumstümpfen.

    Hallo zusammen,


    im Süden Münchens konnte ich heute 2 neue Milchlinge ausmachen. Der Boden ist kalkhaltig und oberflächlich durch Fichten angesäuert.

    (1) Eichenmilchling (L. quietus)


    Hutoberfläche: Dirchmesser 40-50 mm, nussbraun mit konzentrischem Muster, das vor allem am Rand deutlich ist. Der Hutrand ist jung eingerollt, die Mitte eingedrückt (Omega-förmig).

    Lamellen: hellbraun/cremefarben, kurz am Stirl herablaufend angewachsen, mit Zwischenlamellen.

    Stiel: Farblich gleicht er dem Hut, hohl.

    Milch: Weiß, später gelblich, zunächst mild, später leicht bitterlich. Der bittere Geschmack verliert sich nach dem Kochen nicht vollständig.

    Geruch: Blattwanze oder Stabheuschrecke.


    (2) Lactarius spec.

    Hut: 20-40 mm Durchmesser, hellbraun, z.T. dunkler oder rötlich verfärbt, mittig eingedrückt (auch im Jungstadium).

    Lamellen: cremefarben, dicht, mit zahlreichen Zwischenlamellen, angewachsen, aber nur geringfügig am Stiel hinablaufend.

    Stiel: cremefarben, hohl, recht brüchig.

    Milch: Weiß, zunächst astringent, nach 10-20 Sekunden sehr scharf.

    Geruch: mild, angenehm “pilzig”.


    Vielen Dank für Eure Antworten!


    Danke für die Antworten!


    Die kleinen Exemplare bei (1) zeigten einen starken Maggi-Duft, ich habe gestern Abend einen gegessen um heute festzustellen, dass mein ganzer Körper extrem nach Maggi riecht :) Also das waren sicherlich auch Kampfermilchlinge.

    Bei (2) täuschen die Blätter, die nächsten Laubbäume waren 15-25 m entfernt, aber vielleicht reicht das ja, ich habe da wenig Erfahrung. Hatte L. zonarius daher ausgeschlossen, aber das ergibt schon Sinn: Der Fundort lag 1 km südlich des Münchner Stadtrands, relativ junger Fichtenwald, 519 m ü. NHN, kalkreicher Boden. Also sicherlich ~ vergleichbar mit dem Schwarzwald.

    Was (3) hatte ich kein kühles Gefühl beim Kauen bemerkt, allerdings habe ich die Pilze schon entsorgt. Wenn ich sie wieder antreffe teile ich Euch weitere Farbreaktionen und Geschmacktests mit.

    Hi!


    (1) Kampfermilchling (L. camphoratus)


    Standort: Lichtung in jungem, mit Birken und Buchen durchsetzten Flichtenwald. Stark bemoostet Grund.


    Hut: maximal 40 mm Durchmesser, allgemein zierlicher Habitus. Dunkelbraun bis Rotbraun, bei jungen Exemplaren kleine Buckelung der Mitte, später vertieft (Omega-förmig) bis schließlich trichterförmig. Hutrand im Alter buckelig gerieft.

    Lamellen: Rotbraun, an den Rändern heller als der Hut.

    Stiel: hohl, gleiche Farbe wie Lamellen, etwas heller am Ansatz des Hutes.

    Milch: Weiß, mild.

    Geschmack (ganzer Fruchtkörper): zunächst mild, nach einer Weile leicht astringent.
    Geruch: stark nach Maggi, während des laufenden trocknend süßlich sirupartig.


    (2)


    Standort: Fichtenwald, bemooster Grund.

    Hut: 60 mm Durchmesser, Rand eingerollt, Hutoberfläche gelb mit konzentrischer oranger Musterung, die insbesondere am Rand deutlich ist. Erinnert an Edelreizker :(

    Lamellen: Cremefarben bis weiß, wellig, mit Zwischenlamellen.

    Stiel: weiß bis hellgelb, relativ kurz, im Inneren etwas wattig aber nicht hohl.

    Milch: weiß, dunkelt nach längerer Zeit etwas nach.

    Geruch: stumpf muffig, erinnert etwas Birkenporling oder Blaublättrigen Weißtäubling, mit etwas Phantasie auch an verrottendes Obst erinnernd.

    Geschmack: Scharf, nicht so intensiv wie bei Olivbraunem Milchling, schon nach wenigen Sekunden spürbar.


    meine Vermutungen:

    Grubiger Weißtannenmilchling, aber keine Weißtanne und keine Grübchen.

    Lärchenmilchling, aber keine Lärche. Zumindest habe ich keine gefunden.


    (3) Stinktäubling (R. foetens)


    Hut: jung kugelig, schmierig glänzend, gelb mit bräunlichen Flecken.

    Lamellen: weiß, dicht.

    Stiel: Weiß, gekammert, mit wattigem, an manchen stellen braun verfärbten Material.

    Geruch: nach Chlor, im Anschnitt zunächst aufdringlich fruchtig-Süß (nach Farbverdünner oder Klebstoff) später faulig.

    Geschmack: Steil astringent und leicht Schärflich, Lamellen nach 10-20 s extrem (!) scharf.


    (4) Schwarzanlaufender Täubling (R. albonigra)


    Hut: Dunkelbraun, zum Rand hin aufhellen, mittig vertieft. Bis zu 100 mm Durchmesser.

    Lamellen: Cremefarben, dicht, sehr spröde.

    Stiel: bräunlich überhaucht.

    Fleisch: weiß, läuft nach Anschnitt sofort schwarz an.

    Geruch: unauffällig, “pilzig”.

    Geschmack: Mild.

    Formaldehyd 37%: ziegelrot.


    Ich bin mir eigentlich bei allen außer (2) sehr sicher, (1) wurde auch schon verarbeitet. Habt ihr für die “candy caps” Rezeptideen, Kekse zum Beispiel? Vielen Dank für Eure Antworten!
    Conny

    Hi!


    Wie der Titel verrät möchte ich hier meine schönsten (Erst-)Funde dieses Jahres teilen. Alle wurden in einer jungen Fichtenkultur mit vereinzelten Eichen und Birken in den letzten 10 Tagen gemacht. Seit letzter Woche imponiert vor allem das Massenaufkommen des Mohrenkopfmilchlings und Fichtensteinpilzes. Im Besonderen erfreut hat mich der Erstfund der Espenrotkappe, interessanter Weise konnte ich dort keine Laubbäume ausmachen 🤷‍♂️. Nun eine Liste und die Photodokumentation.


    Röhrlinge:

    Espenrotkappe

    Fichtensteinpilz

    Flockenstieliger Hexenröhrling

    Netzstieliger Hexenröhrling (Waldrand)

    Halbnetziger Hexenröhrling

    Maronenröhling

    Ziegenlippe


    Blätterpilze:

    Perlpilz

    Grauer Wulstling

    Brauner Scheidenstreifling

    Frauentäubling

    Fleischroter Speisetäubling

    Milder Wachstäubling

    Fichtenreizker

    Mohrenkopfmilchling

    Olivbrauner Milchling

    Rotbrauner Milchling


    Leistlinge:

    Echter Pfifferling


    sowie Stinkmorcheln bzw. Hexeneier.

    Hi!


    Ich habe heute 2 neue Arten angetroffen, deren Bestimmung ich gern absichern möchte. Alle wurden südlich von München auf kalkreichem Boden gefunden.


    (1) Kegeliger Saftling?

    Habitat: Parkwiese, keine Bäume in näherer Umgebung; Pappeln, Ahorn, Hasel, Linde.

    Hutoberseite: Kräftig Rot-Orange, Spitzkegelig im Zentrum, nach außen hin radial gefasert, 30-40 mm Durchmesser, seidig glänzend.

    Hutunterseite: Hellgelbe Lamellen, sehr breit und weit auseinander stehend, frei.

    Stiel: gelb-orange gefärbt, faserig, zur Basis hin aufhellend.

    Fleisch: Silbrig faserig, nach wenig Minuten graue Verfärbung.

    Geruch: Mild.

    Nach etwa 5 h deutliche Schwarzfärbung an Hutrand und Lamellen.


    (2) Olivbrauner Milchling


    Habitat: Junger Fichtenwald, bemooster Grund.

    Hutoberseite: 60-100 mm Durchmesser, Olivgrün, im Zentrum dunkler, im Alter trichterförmig, konzentrisch gezohnt.

    Hutunterseitem: cremefarbene Lamellen.

    Stiel: olivgrün gesprenkelt, im Alter hohl.

    Fleisch: Weiß mit weißem Milchsaft, der extrem scharf schmeckt. Nach kurzer Zeit bräunliche Verfärbung.

    Geruch: Mild, nach Verletzung unangenehm aufdringlich.

    Ammoniak 25 % färbt die Huthaut Purpurfarben.


    Ich habe gelesen, dass dieser Pilz in Russland noch verzehrt wird, aber mutagene Coumarinderivate enthalten soll. Die Schärfe der Milch ist für mich eigentlich ganz interessant als Chili Ersatz. Weiß jemand genaueres wie gefährlich der wirklich ist und ob eine winzige Menge als Gewürz vertretbar wäre?


    Danke für Eure Antworten, die Bilder im nächsten Post.

    Vielen Dank schon mal für die Antworten. Eben, ich war mir 100% sicher, dass das Perlpilze sind, bis ich diese seltsamen Knollen entdeckt habe. PILZFREUND78 mit der Vorsicht vor dem Verzehr meinst du Insektenbefall oder Artunsicherheit? Ich hatte eigentlich schon vor die zu essen

    hi


    ich habe mich heute auf eine größere Tour in einen Fichtenwald begeben und zum ersten Mal in diesem Jahr waren die Funde hinreichend für eine Malzeit. Antreffen ließen sich diverse Täublinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Hexeneier (Massen!) sowie diverse Wulstlinge. Die folgenden Bilder zeigen Pilze, die ich als Perlpilze bestimmen würde:


    Standort: relativ junge Fichten-Monokultur, in der Nähe der Fundstelle eingestreute Laubbäume (Birke,Eiche).


    Hut: rötlich, Perlmutt-gefärbt, graue Gesamthüllreste, ungeriefter Hutrand.

    Manschette: hoch stehen, stark gerieft.

    Stiel: weiß, z.T rötlich.

    Fleisch: weiß, an Frasstellen rötend.

    Knolle: Hier liegt mein Problem. Bei den meisten zeigt sich, wie ich es für Perlpilze erwarten würde, ein kontinuierlicher Übergang. Bei einigen (s. Bilder) ist dieser aber deutlich abgesetzt. Zwar nicht so deutlich wie beim Pantherpilz, aber doch eindeutig sichtbar. Handelt es sich dabei um eine Unterart des Perlpilzes oder um eine andere (eingewanderte oder seltene) Art?


    O

    hallo Pilzfreunde!


    Ich habe heute beim Waldspaziergang einige weiße Pilze entdeckt, die ich zunächst für Mairitterlinge hielt, mir vor dem Verzehr aber doch ein paar Zweifel aufgekommen sind. Essen werde ich sie daher nicht, aber eine Bestimmungshilfe wäre nett :)


    Standort: Waldweg nahe München, also sicherlich kalkreicher Boden. Auf einer Seite Buchenwald, auf der anderen Fichten; die Pilze wuchsen auf der Nadelwaldseite ca. 1-2 m vom Weg entfernt auf bemoostem Grund als kleiner Trupp.


    Geruch: schwach mehlig, aber weniger intensiv als ich es von Maipilzen gewohnt bin. Nach einer Weile süßlich-unangenehm.


    Hutoberfläche: 2-11 cm Durchmesser, glatt, beige, im Alter bräunlich.

    Lamellen: weiß, biegsam, sehr dicht, ausgebuchtet angewachsen (Burggraben).


    Stiel: weiß, glatt, 3-5 cm, fasernd, wurzelnde (?) Basis.


    Fleisch: Fest, fasernd, weiß, keine Verfärbungen.


    Am meisten irritiert mich der Standort und schwache Geruch. Vielen Dank für Hinweise!

    Bilder

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