Beiträge von Joshua Fer

    Hallo Thorben,

    ohne das selbst zu sehen ist es natürlich schwer einzuschätzen, ob die Pleurozystiden nun selten waren. Hier mal zum Vergleich ein Bild von einem Kammschnitt von einer Art aus der Gruppe um M. pura, bei der ich behaupten würde, dass die Pleurozystiden häufig sind.



    Insgesamt gibts dann drei hauptsächliche Merkmale:


    (1) Pleurozystiden: Wenn du ausreichend gut gesucht hast und kaum Pleurozystiden findest, spricht das ja schon mal für M. diosma.


    (2) Makroskopische Ansicht: Meine erste Kollektion war größer, geselliger und hatte stärkere konzentrische Ringe. Auf den Bildern sehen die Lamellen deines Pilzes und die Grundfärbung aber passend aus. Mag sein, dass das in der makroskopischen Range ist, aber dafür müsste man den wohl etwas öfter gesehen haben.


    (3) Den Geruch zu haben wäre natürlich toll gewesen ;)



    Wenn (1) sicher zutrifft wäre es wahrscheinlich vertretbar den Pilz als M. diosma im Sinne von The Genus Mycena abzulegen. Ein cf. wegen des fehlenden Geruchsmerkmals wäre aber auch vielleicht sogar noch eher vertretbar ^^

    vielleicht findest du ihn ja nochmal :)

    Das denke ich auch, dass es da Überraschungen geben wird.

    Da wird sicherlich zukünftig, auch ein oder mehrere neue Mycena Bände kommen und The Genus Mycena und den Robich wird man nicht mehr benutzen können.

    Zumindest ist das so meine Vermutung.

    Ja bei einigen Gruppen denk ich das auch, zum Beispiel bei den Arten um M. pura oder auch bei M. filopes/M. metata. Andererseits sind auch wirklich viele Mycenas im Genus Mycena ziemlich klar makroskopisch wie mikroskopisch eingeordnet. Da würde ich jetzt nicht zwangsläufig Änderungen erwarten, die über das hinausgehen, was sowieso ständig in allen Gattungen passiert.


    Beste Grüße,

    Joshua

    Hallo,


    The Genus Mycena trennt M. diosma ja neben dem Geruch und die Makroskopie auch über die seltenen bis fehlenden Pleurozystiden ab. Hattest du das mal überprüft?


    Ich hatte zweimal Kollektionen die man irgendwie bei M. diosma einordnen konnte. Eine Kollektion bestand aus relativ großen gesellig wachsenden Einzelfruchtkörpern und sah ziemlich exakt so aus wie in The Genus Mycena abgebildet. Sie roch blumig und hatte auch die konzentrischen Ringe auf dem Hut, die Lamellen waren +- lila. Diese Kollektion hatte auch praktisch keine Pleurozystiden.


    Dann hatte ich noch eine zweite Kollektion, die ähnlich aussah wie die von Sabine gezeigte. Sie gilbte etwas im unteren Stielbereich, roch blumig und hatte aber viele Pleurozystiden. Ich hatte damals auch versucht, die über DNA zu überprüfen, das hat aber leider nicht geklappt (zudem scheint das in der Gruppe um M. pura sowieso schwierig zu sein mit der ITS).


    Morphologisch unterschieden sich beide Kollektionen schon deutlich und wenn die erste M. diosma war, war es die zweite eher nicht (aber eine M. pura war es auch nicht). Deine Kollektion sieht makroskopisch schon irgendwie halbwegs passend aus - mit fehlenden/seltenen Pleurozystiden könnte das schon M. diosma im Sinne von The Genus Mycena sein.


    Bin gespannt, ob es noch mehr Ansichten zu M. diosma gibt :)


    Beste Grüße,

    Joshua

    Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

    Die Hyphen sind weder inkrustiert noch korkenzieherartig.

    Wenn Parmastomyces mollissimus so weich ist, fällt der raus, meiner ist recht stabil, aber etwas weicher als eine Tramete.

    Durch Antrodiella habe ich mich soweit durchgearbeitet, aber ich schaue nochmal.

    Liebe Grüße