Hallo Thorben,
ohne das selbst zu sehen ist es natürlich schwer einzuschätzen, ob die Pleurozystiden nun selten waren. Hier mal zum Vergleich ein Bild von einem Kammschnitt von einer Art aus der Gruppe um M. pura, bei der ich behaupten würde, dass die Pleurozystiden häufig sind.
Insgesamt gibts dann drei hauptsächliche Merkmale:
(1) Pleurozystiden: Wenn du ausreichend gut gesucht hast und kaum Pleurozystiden findest, spricht das ja schon mal für M. diosma.
(2) Makroskopische Ansicht: Meine erste Kollektion war größer, geselliger und hatte stärkere konzentrische Ringe. Auf den Bildern sehen die Lamellen deines Pilzes und die Grundfärbung aber passend aus. Mag sein, dass das in der makroskopischen Range ist, aber dafür müsste man den wohl etwas öfter gesehen haben.
(3) Den Geruch zu haben wäre natürlich toll gewesen ![]()
Wenn (1) sicher zutrifft wäre es wahrscheinlich vertretbar den Pilz als M. diosma im Sinne von The Genus Mycena abzulegen. Ein cf. wegen des fehlenden Geruchsmerkmals wäre aber auch vielleicht sogar noch eher vertretbar ![]()
vielleicht findest du ihn ja nochmal ![]()
Das denke ich auch, dass es da Überraschungen geben wird.
Da wird sicherlich zukünftig, auch ein oder mehrere neue Mycena Bände kommen und The Genus Mycena und den Robich wird man nicht mehr benutzen können.
Zumindest ist das so meine Vermutung.
Ja bei einigen Gruppen denk ich das auch, zum Beispiel bei den Arten um M. pura oder auch bei M. filopes/M. metata. Andererseits sind auch wirklich viele Mycenas im Genus Mycena ziemlich klar makroskopisch wie mikroskopisch eingeordnet. Da würde ich jetzt nicht zwangsläufig Änderungen erwarten, die über das hinausgehen, was sowieso ständig in allen Gattungen passiert.
Beste Grüße,
Joshua
