Beiträge von Tuppie

    Hallo Roger!
    Auch aus Hessen ein freundliches Hallo! Mit Jan-Arne und Björn hast Du schon mal zwei nette Jungs auf Deiner Seite, und der Rest von uns ist auch ganz verträglich. ;)
    Hier bist Du richtig für Pilze lernen, Spaß haben und so einiges mehr... schau ßdich um und fühl Dich wohl.

    So, nu hab ich endlich reingehört... die Musik macht echt Laune! An irgendwas erinnert mich das, ich weiß nur nicht, an welche Band.

    Lieber Habicht!


    Die Zusammenfassung des Gedichts steht in meinem letzten Post, kein Grund den Notarzt zu rufen oder mit Olivenöl abzuführen ;) .


    Ich muss sagen, da Kärntnerische finde ich auch nicht leichter....

    Ich habs befürchtet... aber hier die versprochene Übersetzung meiner Lieblingsstelle:


    Die kochend Broih vo Zelleriesohme
    Die kochende Brühe aus Selleriesamen


    deät Schefer noch debei,
    mischt Schefer noch dazu,


    ean bischbelt die drei higgste Nohme,
    und flüstert die drei höchsten Namen (Jesus, Maria, Josef)


    speuzt dreimol ean die Broih.
    spuckt drei mal in die Brühe


    Hier sind ein paar der schönen hessischen Wörter vertreten wie "bischbeln" oder "speuze". Ich denke, in jeder Mundart kann man zum Beispiel besser schimpfen und fluchen, als auf Hochdeutsch.


    Z. B. gibt es bei uns den "Labbeduddel", ein Schlaffi; einen "Derrabbel" vertrocknetes, altes Männchen; den "Laatschgiggel", einen Geck; Der "Spitzklicker", ein Pedant oder Besserwisser; "Mobbelsche" Dicker Mensch und und und
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    Hallo Mausmann!
    Mir gehts immer umgekehrt, wenn ich mundartliche Gedichte lese, muss ich mir das immer laut vorlesen, sonst raff isch nix.


    Übrigens, den Ebbelwoi-Express gibts wirklich - in Frankfurt. Das ist eine Straßenbahn mit Apfelweinausschank, die eine Stadtrundfahrt macht.
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    Also als kurze Zusammenfassung:


    Der Hannes war immer ein empfindlicher Junge, musste sich schonen und vertrug nichts, keine Arbeit, kein Wetter und kein Essen.
    Davon lässt er sich aber nicht abschrecken zu Ostern mal so richtig zuzuschlagen. Was der da alles gegessen und getrunken hat, da wäre jeder normale Mensch geplatz!
    Dann war es ihm also nicht mehr wirklich gut und die besorgte Familie holt alle aus dem Dorf zusammen, die vielleicht helfen könnten, die Hebamme, den Schäfer, den Rotlaufstöter, die Magd und und und
    Und jeder verordnet dem armen Hannes eine andere Gäulskur, aber nichts schlägt an.
    Am Schluss muss er alles von sich geben und ist plötzlich wieder gesund...

    Hallo zusammen!


    Jetzt kommt ein ewig langes hessisches Gedicht vom Mundart-Dichter Peter Geibel, es heißt


    "E Gäulskur"
    Wer sich zutraut, das zu verstehen, Hut ab! Es gibt ein paar Wörter, die ich auch nixht verstehe, aber im Großen und Ganzen kann ich es verstehen. Meine Lieblingstelle markiere ich rot, ich werde sie später übersetzen. Wer sich das nicht antun möchte, einfach großräumig umgehen. ;)


    De Hannes woar ` n Rutlaafsfänger,
    woar immer ugesond;
    sei Voatter saht: –ž E dout–™s neat länger,
    de Bosch gitt noch se Grond!–œ


    E musst sich bei de Ärwet schuhne,
    vier–™m Naßwern ean vierm Roah.
    Besonnersch Sauerkraut ean Buhne
    doas konnt–™ e neat verdroah.


    Emuohl do wier–™ e bahl gestoarwe;
    off ustern, glaw–™ ich, woarsch.
    Ohm Kuche harre sich verdoarwe,
    der woar–™ m eäbbes roarsch.


    E aß en ganze Maddekuche –“
    m–™r soag neat mieh die Prob–™ –“
    ean deär aach noch die Worscht versuche,
    so ugeneusch un grob.


    Aach Soß am Pännche musst–™ e dunke,
    woas all e Uflot dout,
    ean Äbbelwei dezou getrunke;
    so eäbbes dout koa gout.


    Nooch klaat–™ e eawwer Moachedrecke
    ean Iwwelkeit ean Wieh;
    m–™r deät dann gleich zoum Koihleps schecke,
    der braucht als Sempedi.


    M–™r hirrt–™ n off de Gaß haus doowe:
    –žMein Leib, Herrje, Herrje!–œ
    Sei Schweaster stellt d–™s Bleäch bei Owe
    ean kocht Kamilletee.


    Die Maad eam Saustall bei de Freggel
    hoallt gleich de Schreffer Seib;
    sei Modder wirmt die Krobbedeckel
    ean legt se–™m off de Leib.


    De Knächt hoallt schwinn beim Saafesierer
    fiern–™n Grosche Meckefett;
    sei Voatter rufft de Rutlaafsdierer
    d–™m Hannes o d–™s Bett.


    Die Keannfraa Ev merkt aach de Schnobbe
    ean kimmt ean oaner Hetz;
    eam Gläsche hat se Hoffmannstroppe
    ean inner de Schirz die Spretz.


    De Gaastekasper–™sch Tuwakskauer,
    en ahler Scheferknächt,
    der kohm ean stahlt d–™s Bleäch vom Fauer
    ean moacht Ìn Trunk seräächt:


    Kamilletee met Hollerblomme
    ean Beattersahlz genungk,
    Wacholler woar dezou genomme,
    doas goab `n feine Trunk.


    Ean siwwe Läffel Sohme-Ehle
    däi kohme noch dezou;
    met oabgekochte Zwiwwenscheele,
    weiß Goatt, es soaff–™s koa Kouh.


    Die kochend Broih vo Zelleriesohme
    deät Schefer noch debei,
    ean brischbelt die drei higgste Nohme,
    speuzt dreimol ean die Broih.


    Mischt aach noch Melche an Kieroust drinner –“
    e saht, doas wier browoat,
    aach Doppelkimmel floß met inner,
    nooch woar de Trunk boaroat.


    E rufft d–™m Hannes: –žProsit Brourer!–œ
    der nohm `n wellich oab.
    E moant joa zwoar, `s wier koa gourer,
    doch –“ worgt `n doch enoab.


    Su soaße dann o Menner zehje
    Beim Owe fürr d'r Platt;
    E jeder deat de Hannes frehje:
    No hot d 'r Trunk gebatt?


    'S harr 'n oark eam Leib geschnearre,
    Seih Leut woarn all verstoutzt.
    D'r Kerl hout wäi e Gaul gelearre -
    D'r Trunk hot naut genoutzt.


    Nu woar kah anern Ruoth virhanne;
    Seih Noawel woar geschmirt,
    D'r Kouhläpps mußt die Schmerze banne,
    Die Keannfraa Ev kristiert.


    D'r Earnschetz mußt de Ruthlaaf dihre,
    doas woar seih haap Geschäft.
    Kurzim m'r woar ean dausig Nihre -
    D'r Leib hot gleich geschrefft.


    Aach Brommler met de Matzeaage,
    der mußt bei allem soih;
    D'r Kerl dät nix wäi Tuwack raache
    Eas stunk nooch Brantewei.


    'R brommt ean d Boart: D's azich Woahre,
    Soll Hannes ean di Reih,
    So müßt en etz meat Molke boare,
    Geschwind die Bütt ebei.


    D'r Groasjust moacht sei Hexebuosse,
    'R mahnt doas wihr goar gout;
    Noch deare aach noch Uhrer luosse -
    Bei dreathalb Schuppe Blout.


    D'r Muffler saht: etz macht kah Sache,
    Beim Hannes seihs nur Fleß;
    Ihr müßt em woarme Uffschleh mache
    Sonst girre ean die Neaß.


    Die Ranze-Käth, doas Schnobbd'waks-Luder,
    Meat ihrer lange Noas,
    Däi saht: häi trink den Tuwacks-Sudder,
    Sonst beist de joa eans Groas.


    D'r Rauboart, ihr Gwetsche-Verrer,
    Nohm Hannes ean die Goarn:
    Koacht Aache-Luh ean Blohbeernblerrer,
    Sonst eas der Borsch verlorn.


    D'r Steppelmichels Kirtze-Hepper,
    der moacht e moasch Gesicht. -
    D'r Schlapper ean der Kirsche-Knepper
    Däi brauchte für des Jicht.


    Meat Knurde ean meat Gerschte-Ahne
    Moacht Schmußer noch e Kur.
    E Gleck fürn Hannes, für de klahne
    'R horr e gout Nadur.


    Dann woas der all hot eangenomme
    Ean uf sein Leib geschmiert - -
    E Gaul wir näit devoh gekomme,
    E Ochs wier droh krepiert.


    Uf ahmual goab sichs Moachesteache,
    s' kratzilt 'n eam Schlond -
    Gottlob eatz fong 'r oh se breache...
    D'r Hannes woar gesuond.

    Hallo Ihr Lieben!
    Danke für Eure Genesungswünsche, die wirken bestimmt!
    Bei uns sagt man zu so Leuten wie mir, die alle blöden Krankheiten einfangen einen "Ruutlaafsfängr" (Rotlauffänger, wobei, soweit ich weiß, Rotlauf eine Schweinekrankheit ist...) :D

    Hallo Mentor!
    Die Pilze fü die Futterluke gönne ich Dir von Herzen. Der Steinpilz auf dem Dorfplatz, das ist doch wohl der Hammer!
    Danke für den schönen Spaziergang, so komme ich wenigstens virtuell wieder raus in den herrlichen Herbst.

    Hallo Florian!
    Jaja, die halbe Stunde... und wie lange warst Du tatsächlich im Wald?
    Es ist ja vieles schon aufgeklärt worden, das einzige, das ich noch sagen kann, solche "Austernfledder" habe ich auch schon gefunden, Stelle gut merken!

    Hallo Andreas!
    Seit dem Rätsel habe ich zumindest davon gehört, selbst gefunden hab ich ihn noch nicht. Danke fürs Teilen. Die Stimmungsbilder sind aber auch klasse!

    Hallo Nobi!
    Schön, dass ich bei Dir spazieren schauen darf, danke fürs Teilen! Der Frostschneckling ist ein Pilz, mit dem ich mich noch gar nicht beschäftigt habe. Ich denke, das muss ich wohl dringend nachholen!

    Hallo Ihr Lieben!
    Stricken müsst Ihr z. Z. selbst. Hab Gliederschmerzen (da tun die Finger auch weh), Kopf- und Halsweh, lieg im Bett. :( Schon wieder hats mich erwischt. Ich hoffe diesmal nicht so schlimm wie das letzte Mal.
    Hat jemand einen heißen Hollersaft für mich?

    So, dies hier ist der letzte der mir bekannten Gnolme, der Gnolmus jokus. er hat immer irgendwelchen Unsinn im Kopf!


    Vielleicht möchte Ingnolm ja diese Galerie ergänzen?



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    Ich gehe jetzt erst mal die Terassentür von außen abwaschen, da hängt noch der sabber von den Gnolmen der letzten Woche dran...