EDGE- Ansatz und die strukturelle Benachteiligung von Pilzen im Naturschutz

  • Hallo in die Runde,

    ich bin durch die angehängte Studie auf den EDGE-Ansatz gestoßen (u. a. von der Zoological Society of London): Arten werden danach als "schützenswert" priorisiert, wie evolutionär einzigartig sie sind und wie stark sie als gefährdet gelten (z. B. nach der International Union for Conservation of Nature). Es geht also um Umsätze im globalen Naurschutz.


    Das Problem bei Pilzen: Ein großer Teil ist „Data Deficient- DD“, also unzureichend untersucht und fällt damit aus solchen Priorisierungslogiken weitgehend raus. Das heißt in Förderprogrammen, oder politischen Entscheidungen werden Pilze dann nicht beachtet, weil keine Daten vorliegen.


    Gleichzeitig basieren unsere mykologischen Daten weltweit ja hauptsächlich auf ehrenamtlicher Kartierung und punktueller Forschung. Genau diese Ausgangslage führt dazu, dass Pilze in globalen Bewertungsinstrumenten kaum auftauchen – und dadurch wiederum weniger Aufmerksamkeit und potenziell auch weniger Forschungsgelder bekommen.


    Für mich wirkt das wie eine strukturelle Schleife:

    Wenig Daten → keine Priorisierung → weniger Ressourcen → weiterhin wenig Daten.


    Mich würde interessieren:

    Wie kann man aus so einer Dynamik überhaupt aussteigen?

    Welche Ansätze seht ihr, um Pilze im Naturschutz zu priorisieren, obwohl die Datengrundlage im Vergleich zu Botanik und Zoologie so lückenhaft ist?


    Die Studie auf die ich mich beziehe ist gerade frisch in "Conservation Letters" veröffentlicht worden. Ich habe sie diesmal nicht mit KI übersetzt. Es gibt die Möglichkeit für diejenigen die kein Englisch sprechen, die Studie von Google -Übersetzer als ganze Datei übersetzen zu lassen. Das geht aber nur im Browser und nicht in der Mobileversion.


    Liebe Grüße Ria