Beiträge von Anarhan

    Danke für die schnellen Antworten - Xylaria polymorpha könnte gut passen!

    Ich hatte selber versucht, den Pilz näher einzuordnen, aber nichts so richtig Passendes in einer Online-Recherche gefunden.

    Als Holz-Sapriobiont dürfte der Pilz dann nicht ganz so schädlich wie andere holzzersetzene Buchenpilze sein oder wie müsste hier ein Befall der vitalen Buche mit Xylaria polymorpha in einer Baumhöhle grob eingeschätzt werden? Die Starkäste der Buche wurden ohnehin einmal aufgrund der teils enorm ausladenen Maße mit Seilen gesichert.

    Liebe Forengemeinde,


    eine knapp 100jährige Rotbuche hat seit über einem Jahrzehnt eine Specht- bzw. Baumhöhle in etwa 4m Höhe.

    Da die Höhle dieses Jahr unbewohnt erschien, hatte ich nach Entfernen von Totholz einmal reingeleuchtet und bin auf folgenden Mitbewohner gestoßen:



    Ich habe mit einer einfachen Handy-Endoskopkamera weitere Bilder gemacht:



    In der Tiefe der Baumhöhle hat der Pilz bräunliche bis schwärzliche Auflagerungen:



    Die Qualität der Bilder von der Endoskopkamera ist leider nicht sehr gut.

    Beim Versuch die Ausdehnung der Baumhöhle (mind. 50-60cm) grob zu ermitteln, hat die Endoskopkamera den Fruchtkörper etwas verletzt. Hiernach ist ein Geruch aufgetreten, der mich am ehesten an alte, nasse Champignons erinnert hat.

    Die Buche ist äußerlich voll vital mit geschlossener Krone, ohne sichtbare Schäden und auch im Wurzelbereich ohne Auffälligkeiten.


    Über Meinungen und eine Einschätzung zur Pilzart trotz der nur spärlich möglichen Angaben würde ich mich sehr freuen! :)


    Liebe Grüße

    Anarhan

    Mir ist der Pilz zum ersten Mal im Herbst letzten Jahres aufgefallen. Ein knallgelber Fruchtkörper wie der vom Schwefelporling wäre mir definitiv ins Auge gestochen, so dass ich eine solche Gelbfärbung (wenn auch nicht 100%ig) ziemlich sicher ausschließen kann.
    Der Pilz im unteren Bereich der Wunde hat eine Breitenausdehnung bis maximal 10 cm und wächst bis 3 cm vom Stamm ab, Geruch unbedeutend.


    Nur im oberen Bereich der Wunde zeigt sich neben dem beige-weißen-braunen Pilz eine Grünfärbung. Hier wächst der Pilz allerdings eher flächiger und steht kaum vom Stamm ab. Ich habe die Grünfärbung nochmal vergrößert fotografiert.




    Etwas unterhalb der großen Wunde wächst wiederum ein Pilz mit kräftigerem Farbton, einer Breitenausdehnung bis 5 cm und steht bis 2 cm vom Stamm ab. Der Außenrand ist teilweise abgebrochen.




    Könnte es sein, dass sich hier verschiedene Pilze auf dem Baum angesiedelt haben?
    Vielleicht helfen die neuen Infos weiter, vielen Dank schon mal! :)

    Liebe Forengemeinde,


    im Garten wächst auf einem Trompetenbaum ein Pilz und ich würde mich über eine Bestimmung des Pilzes und über etwaige Infos zu dessen Einfluss auf den Baum sehr freuen!


    Der Fruchtkörper des Pilzes ist mir zum ersten Mal im November 2012 aufgefallen. Dieser ist bis etwa Dezember gewachsen und seitdem weitgehend konstant groß. Bei dem Baum handelt es sich um einen etwa 40 Jahre alten Gewöhnlichen Trompetenbaum, welcher vor einigen Jahren bei sehr frühem Schneefall einen der stärksten Äste verloren hatte. Aufgrund der großen Wunde wurde mir damals ein flächiges Verschließen empfohlen, was im Nachhinein wohl ein Pilzwachstum gefördert haben könnte. 2-3 Jahre nach dem Astabbruch hat ein Specht unterhalb des abgebrochenen Astes in das offensichtlich weiche Holz eine Nisthöhle gebaut.



    Der Pilz zeigt sich nicht nur in der "Wunde", sondern auch etwas ober- und unterhalb an Asttrieben sowie scheinbar direkt auf dem aufgetragenen Baumwachs.


    Pilz im unteren Bereich der Wunde:




    Pilz im oberen Bereich der Wunde:




    Bei dem teilweise sehr alten Baumbestand in dem Garten wird der Natur eigentlich freien Lauf gelassen. Da dieser jüngere Trompetenbaum aber relativ zentral auf einer Wiesenfläche steht und sehr beliebt als Schattenspender bzw zum Druntersitzen ist, haben sich mir einige Fragen gestellt.
    Und zwar,
    - ob der Pilz eher "aggressiv" ist, sich möglicherweise in der Nisthöhle ausbreitet und daher mit einer schlechten Prognose für den Baum mit eher raschen Stamm- bzw. Gipfelbruch zu rechnen ist
    - ob es sinnvolle Möglichkeiten gibt, dem Trompetenbaum zu helfen (zB das Baumwachs als Feuchtigkeitsquelle zu entfernen, um das Pilzwachstum zu verlangsamen?)
    - oder ob es zumindest für den Baum relativ aussichtslos ist und man ihn sowie den Pilz in Frieden sterben/wachsen lassen sollte.


    Ich würde mich über die eine oder Anregung sehr freuen! :)


    Vielen Dank und viele Grüße,
    Anarhan