Beiträge von BernhardM

    Hallo zusammen,


    ich hoffe, dass ihr mir bei der Bestimmung dieses Fundes helfen könnt. Ich denke, dass es sich dabei um Peroneutypa scoparia handeln könnte.


    Der schwarze Fruchtkörper ist an der Oberfläche ca. 0,5 mm groß und besteht aus 5 - 20 rundlichen Perithecien mit langen von einander weggebogenen Hälsen, welche aus dem Substrat hervorbrechen.



    Beim Substrat handelt es sich um einen toten Laubholzast. Ich vermute, dass es aufgrund des weißen, styroporartigen Marks in der Astmitte Hollunder (Sambucus) sein könnte.



    Die Asci sind keulenförmig, lang gestielt, dünnwandig, an der Spitze abgeflacht und 18.9-24.3 x 4.0-4.7 um groß. Reaktion am Apikalapparat auf Lugol konnte ich keine feststellen. Die Sporen sind allantoid, farblos, unseptiert und 4.3-5.0 x 1.2-1.6 um groß (Q = 2.9-3.5).


    Da die Art neu für mich ist, bin ich mir entsprechend unsicher und wäre euch für eine Bestätigung oder Korrektur sehr dankbar.


    Mit lieben Grüßen,

    Bernhard

    Hallo zusammen,


    ich heiße Bernhard und lebe in Dornbirn im Westen Österreichs. Vor ein paar Jahren absolvierte ich einen eintägigen Einsteigerkurs im lokalen Naturkundemuseum und verbringe seither regelmäßig Zeit in den umliegenden Wäldern auf der Suche nach allen möglichen Pilzarten. Zuerst lag mein Fokus vor allem auf den Speisepilzen, aber ich erkannte bald, dass unsere Funga daneben noch allerhand Spannendes zu bieten hat. Nach dem Einstieg in die Mikroskopie und einer steilen Lernkurve unterstützt von den Kollegen im Pilzverein getraue ich mich mittlerweile auch schon den einen oder anderen Schlauchpilz zu bestimmen.


    Ich verbringe gerne Zeit auf der Suche nach Pilzen in der Natur - bin dabei auch nicht wählerisch :) - und auch mit der darauffolgenden Bestimmung zu Hause. Besonders freut es mich, wenn ich dann das „Rätsel“ richtig gelöst habe und gerade bei einer seltenen Art durch die Dokumentation in der Österreichischen Mykologischen Datenbank als Laie einen kleinen Beitrag zur Biodiversitätsforschung leisten kann.


    Liebe Grüße,

    Bernhard