Beiträge von Bioluminus

    Guten Tag alle miteinander!

    Vielen Dank für eure Kommentare. Ich habe mich sehr gefreut, dass mein kleiner Beitrag ein so erfreuliches Echo gegeben hat!


    Liebe Ulla, hier noch ein paar Infos zum Fadenfrucht- oder Gitter- Schleimpilz.

    Der Gitterschleimpilz ist auch in der Schweiz äusserst selten: Nur eine Sichtung, aber mit erst noch mit ungenügender Datengrundlage. Dass ich also einen solchen erwischt habe wäre doch echt Zufall.

    Mein Pilz hat nie echte Fruchtkörper gemacht, wie zum Beispiel die schön ausgebildeten Kügelchen (gelb bis blau/grau) des Fadenfruchtschleimpilzes. Er war an der Wachstumsfront gelb und wurde nach und nach braun und dann schwarz. Jetzt ist er ganz verschwunden und die Chance zum Sammeln von Mikroskopier-Proben habe ich verpasst. So lasse ich halt eine genaue Identifikation bleiben und freue mich einfach über sein schönes und unerwartetes Auftauchen.


    Liebe Grüsse an euch alle von

    Roger

    Hallo Andreas!

    Der Entschluss zur "Pilzzucht" in der Feuchtkammer kam sehr spontan, deshalb ist diese Box hochimprovisiert:

    Eine "Plastik-Aufbewahrungsbox" mit Deckel von OBI, ca. 50x40x40x cm (Länge-Breite-Höhe), unten eine Schicht von 2 cm Perlit aus der Gartenabteilung, darüber 2 cm Buchenholz-Chips (Tierzubehör-Handlung). Darauf habe ich die Holzstücke gelegt. Ich gebe immer genug Wasser dazu, dass das Perlit nass bleibt und bespraye die Holzteile gelegentlich mit Wasser. Der Deckel ist drauf, aber eine Ecke ist ca. 1 cm angehoben zum Luftaustausch. Das ganze steht in einem ungeheizten Zimmer so um die 18-20 Grad. Ein in die Box gestellter Feuchtigkeitsmesser zeigt immer ca. 80% rel. Luftfeuchtigkeit an.

    Das ganze hat mich so gefreut, dass ich beschlossen habe noch weitere solche Boxen zu bauen und mit interessanten Holzteilen zu bestücken. Dann werde ich schauen, was sich so ergibt. Vielleicht kann ich später von weiteren Highlighs aus meiner "Amateur-Pilzzucht" berichten.

    Interessante Pilzfunde und liebe Grüsse wünscht dir Roger

    Guten Tag, liebe Pilzfreunde


    Während des grossen Wartens auf Regen hatte ich doch ein interessantes Pilzerlebnis. Hier ist die Geschichte:


    Wenn nicht outdoor dann halt indoor… Auf einer Wanderung im April fand ich zwei faustgrosse blaue Holzstücke, gefärbt vom Grünspanbecherling. Lange habe ich nach ihm gesucht und ab und zu ein paar magere Fruchtkörper gefunden. Dieses blaue Holz fasziniert mich, vor allem kulturell (blaue Stellen in alten Intarsien) und chemisch: Der Farbstoff «Xylindein» mit einer interessanten, symmetrischen chemischen Strukturformel (Xylindein - Wikipedia.).


    Die beiden Holzstücke habe ich heimgenommen, zusammengefügt (es waren passende Bruchstücke), mit Draht fixiert und in eine Feuchtkammer gegeben, in der Hoffnung, Fruchtkörper zu bekommen. Und schon nach wenigen Tagen kamen Fruchtkörper zum Vorschein, aber unerwartete: Ein Weichbecherchen, klein (1mm) aber herzig. Ich nenne es mal Braungraues (MOLLISIA OLIVACEOCINEREA), bin mir aber der Unsicherheit bewusst ob der Vielfalt der kleinen Becherlinge.

    Grösse: </= 1 mm Durchmesser

    Geruch/Geschmack: Nicht getestet, da zu klein

    Fruchtkörper: Kugelartig becherförmig, aussen schmutzig gelbgrau, innen grau-braun-gelb

    Stiel: Keiner sichtbar, aufsitzend

    Standort: Auf morschem Laubholz




    Nach etwa 4 Wochen wuchsen tatsächlich auch Fruchtkörper des Grünspanbecherlings, in rauen Mengen. Mangels Mikroskops weiss ich nicht, ob kleinsporig oder grosssporig.



    Bald zeigte sich noch eine andere - interessante - Spezies: Gitterschleimpilz. Dieser «wanderte» in der Kulturbox herum, den Wänden entlang und schliesslich über das ganze Holz.



    Das war mein kleiner Trost in der trockenen, pilzlosen Zeit!


    Liebe Grüsse von Bioluminus

    Liebe Pilzfreunde!


    Bei Durchgehen meiner Pilzfotos bin ich auf eine Frage gestossen, bei der ich mir Hilfe von euch erhoffe. Hier ist die Geschichte:


    Im Oktober 2025 bin ich über eine Kuhweide gelaufen mit vielen Dunghaufen. Jeder, den ich fand, hatte einen gelbe «Verzierung» (Bild 1). Es waren kleine gelb/orange, gallertige Becherchen mit max. 5 mm Durchmesser. Der Rand ist körnig und die stiellosen Fruchtkörper wachsen teilweise eng ineinander. Beim genauen Betrachten und etwas Recherchieren bin ich beim Namen Körniger Rinderdungbecherling (COPROBIA GRANULATA) gelandet (siehe Bild 2 und 3). Ich hoffe das stimmt - trotz fehlender Mikroskopie - sonst wäre ich um Korrektur sehr froh.


    Auf den Bildern fand ich häufig auch Strukturen (siehe Bild 4), die ich aber bei keinem der gefundenen Vergleichsbildern im Internet deutlich gesehen habe. Es sind durchsichtige Kugeln, darauf sitzend eine kleinere schwarze Kugel. Das Ganze ist sehr klein (1 mm) und von Auge nur knapp sichtbar. Weiss jemand von euch was das sein könnte?


    Ich bin gespannt auf eure Kommentare und wünsche euch ein interessantes und erfolgreiches kommendes Pilzjahr.


    Roger





    Guten Tag alle miteinander!


    Kürzlich habe ich mich in diesem Forum angemeldet. Ich habe schon seit langem – als «Zuschauer» - viele interessanten Beiträge gelesen. Nun möchte ich gerne sporadisch auch etwas beitragen können.


    Ich heisse Roger und wohne in Zürich. Seit mehr als 70 Jahren interessiere ich mich für Pilze, zuerst an der Hand meines Grossvaters, jetzt eher am Sucher eines Fotoapparates. Mich interessieren vor allem kleine, spezielle Arten wie zum Beispiel Helmlinge, Schleimpilze, «Gallertiges» etc. Insbesondere bin ich auf der Suche nach Pilzen mit biolumineszentem Mycel, das ich zuhause in einer Dunkelkammer fotografiere. Von daher kommt auch mein Alias.


    Ich verzichte bewusst auf Mikroskopie (ich habe in meinem Leben zu lange am Okular hängen müssen…!) und nehme in Kauf, dass ich eventuell die gefundenen Pilze falsch benenne. Vielmehr freue ich mich über schöne Aufnahmen in meiner wachsenden Sammlung von Bildern.


    Nun wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr mit viele interessanten Pilzerlebnissen!


    Bioluminus