Hallo zusammen,
pilzmäßig ist Flaute hier, daher nochmal Bäumchen betrachtet. Das hilft ja auch wenn's mit den Pilzen wieder losgeht. ![]()
Wer mag, kommt gerne mit.
Weiß-Tanne (abies alba)
1.1
Piekt deutlich weniger als Fichte, meist kräftigerer Grünton (bei Nährstoffmangel nicht). Wie bei der Fichte auch, sind Äste die viel Sonne abbekommen deutlich stärker besetzt mit Nadeln. I.d.R. hat die hier abgebildete Art jedoch weniger bürstenartig die Nadeln am Ast sondern eher horizontal ausgerichtet.
1.2
Unterseite. Die Nadel ist am Ast wie mit einem grünen Saugnapf angebracht. (vgl. Fichte mit braunem Nadelkissen als Ansatz) Viele nutzen diese Stomatastreifen (helle Linien unter der Nadel) als Hauptbestimmungsmerkmal. Ich mache das nicht, aber man sieht sie hier gut.
1.3
Oberster Trieb eines kleineren Exemplares, Nadeln sind in alle Richtungen angebracht. Dieses Exemplar hat zu wenig Licht um effektiv zu wachsen - sie ist 60Jahre alt und knapp 2m hoch. (Unterständig, typisch für diese Art dass sie Schatten lange erträgt und dann wenns hell wird ein Wachstumsschub macht)
1.4
Die Rinde eines mittelalten Exemplares ist verhätlnismäßig glatt oft mit Warzen, hier bildet sich bereits das typische spätere Rindenmuster
1.5
Älteres Exemplar mit überwallter Verletzung.
1.6
Links vom Weg die vorgestellte Art. Die Krone wirkt dichter, die einzelnen Äste wirken "buschiger" und die Spitze der Krone ist "stumpfer". Zusätzlich ist oft der Grünton dunkler. (hier jetzt nicht zu sehen aufgrund vom Foto) Oft ist auch der Stamm deutlich grauer als der von Fichten. Rechts sind Fichten, dummerweise ist noch eine Buche davor aber wenn man die mal ausblendet sieht man die waagrechten Äste und relativ spitze Krone. Nicht jeder Nadelbaum mit spitzer Krone ist gleich eine Fichte, aber wenn man spitze Krone und waagrechte lichte Äste mit dem typischen Grünton (heller als Tanne) sieht ist das schon ein guter Hinweis. (Es gibt verschiedene Varianten die "Tieflandfichte" ist die hier abgebildete.)
Eibe, taxus baccata
2.1.
Für mich der einfachste Weg diese Art von allen anderen hier zu unterscheiden, ist ein paar Nadeln in die Hand zu nehmen und zu zerreiben und riechen. Es riecht grasartig, jedenfalls 0 nach "Nadelbaum". Handgefühl recht weich, piekt nicht.
2.1.2
Ältere Triebe sind braun, jüngere dagegen grün.
2.2
Die Nadel ist gestielt und läuft am Ast herab. Knospen sind meist grün-bräunlich und unscheinbar.
2.3
Auch Stomatastreifen aber weniger deutlich als bei Weiß-Tanne, immer heller unten als oben. Auf diesem Bild sieht man besonders gut wie die Nadel in einen kurzen Stiel übergeht und dieser dann am Ast herunterläuft.
2.4.
Sehr dicke Exemplare dieser Art sind selten und eher in Parks zu finden.
2.4.2
Gleicher Baum etwas weiter oben fotografiert.
Wald-Kiefer (sicher bestimmt weil ich den Standort kenne, nicht rein aufgrund der hier gezeigten Merkmale) pinus sylvestris
Verwechslungspartner: Berg-Kiefer oder mit viel Kreativität Schwarz-Kiefer (diese hat jedoch deutlich längere Nadeln und sieht wirklich anders aus)
3.1
Grobschuppig mit rot-braun Tönen. Wichtig im Vergleich zur Baumart von 4' - die Schuppen sind nicht so "langgezogen" in Wuchsrichtung sondern gehen eher in die Breite.
3.2
Gleiche Art, anderer Baum.
Leider war weder Nadeln noch Zapfen zu ergattern deswegen so:
Nadeln: Immer 2 Nadeln gebündelt, 3-5cm lang, oft etwas krumm/gebogen. (Verwechslungspartner oft kürzer und gerade Nadeln)
Zapfen: Gestielt. (Verwechslungspartner meist ungestielt)
Europäische Lärche (larix decidua)
Hauptverwechslungspartner die japanische Lärche.
4.1
(zu Hause nachgeholt, im Feld war das zu unscharf) Zur Zeit hat diese Art keine Nadeln, denn sie verliert sie jeden Spätherbst. Die Knubbel an denen die Nadeln waren sind jedoch da. Der Hauptverwechslungspartner zu dieser Art hätte sanft rötliche Äste. Am Zapfen erkennt man am einfachsten die Art. Der Hauptverwechslungspartner hat einen ähnlichen Zapfen, er sieht jedoch eher aus wie eine Blume sehr hübsch und unsere Art ist ehrlich gesagt einfach wie die Sparversion davon.
5.1.2
Das ist der Hauptverwechslungspartner, nur das man mal diese schönen Zapfen gesehen hat
Im oberen Bereich sieht man auch den deutlich rötlicheren Ast. Bildquelle
Je trockener der Zapfen desto eindeutiger zu unterscheiden, es gibt auch Exemplare die mehr zwischen den Arten stehen dann wirds schwierig.
5.3
Eher langgezogene grobe Schuppen. Wenn man die Schuppen auseinander bricht, hat der Hauptverwechslungspartner einen lila Schimmer dazwischen.
5.3.2
Gleiche Art anderer Baum
Hier stand auch der Harvester rum der die Wege freigeschnitten hat, wir haben ziemlich viel Erholungsverkehr daher natürlich super wichtig das auch die Wege nicht nur sicher sondern auch einigermaßen ganz bleiben. Das sind "Bänder" die der Harvesterfahrer da angebracht hat auf seinen Reifen. Sie sorgen einerseits für mehr Traktion, sind aber auch eine Maßnahme um den Boden zu schonen. Dachte nur falls sich jmd. fragt ob das Schneeketten sind. Sieht man bei uns leider nicht so oft (kostet eben mehr die drauf zu machen).
Ich hoffe dieser Beitrag hat auch für andere einen Mehrwert,
Viele Grüße
