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Rübling? Flämmling? oder ? Ich bin verwirrt
#1
Hallo Ihr Lieben,

momentan versuche ich mich ja in die sogenannten Winterpilze etwas einzuarbeiten aber irgendwie werde ich immer verwirrter und immer unsicherer.
Ich fand heute jede Menge Pilze. Bei einigen nehme ich an, dass dies Samtfußrüblinge sein könnten aber da bin ich mir bei der Bestimmung nach wie vor nicht sicher. Viele dieser Pilze sehen sich ähnlich aber sie sind nicht gleich. Jedenfalls habe ich gerade komplett den Über- und Durchblick verloren. Bitte helft mir.

Pilz 1: Gefunden an einem toten Buchenstamm
   
   
   
   

Pilz 2: Gefunden an einem Buchenstumpf. Leider ist der Stiel im unteren Teil im Eis steckengeblieben und abgebrochen.
   
   
   

Pilz 3: Gefunden an Holunder
   
   
   

Und jetzt bedanke ich mich für Eure Hilfestellung und "Entwirrung"

Liebe Grüße

Maria

P.S.: Im Betreff habe ich noch den Schwefelkopf vergessen anzugeben Wink
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#2
Hallo Maria!

Pilz 1 ist der Ziegelrote Schwefelkopf, Hypholoma lateritium. Smile
Liebe Grüße vom Enno 


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~W~E~R~~~S~U~C~H~E~T~~~D~E~R~~~F~I~N~D~E~​T~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Übers Internet verteile ich KEINE Essensfreigabe! Wer sich unsicher ist sollte einen Pilzsachverständigen aufsuchen!


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#3
(07-12-2017, 19:37)Enno schrieb:  Hallo Maria!

Pilz 1 ist der Ziegelrote Schwefelkopf, Hypholoma lateritium. Smile

Danke Enno,

ich vermutete dies zwar, war mir aber in meiner Verwirrung überhaupt nicht mehr sicher. Jedenfalls habe ich den heute zum ersten Mal gefunden Smile

Liebe Grüße

Maria
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#4
Ahoi!

Ich mache aus der 3 einen Samtfußrübling (Flammulina velutipes). Irgendjemand muss sich jetzt noch um die 2 "kümmern". Smile

LG, Jan-Arne
                                                                           
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#5
Hi.

Ich schließe mich schon mal Enrico und Jan-Arne an: Der Dunkelsporer mit dem rötlichen Hut und dem weißlichen bis gelblichen Velum auf dem Hut müsste Hypholoma lateritium sein. Der Weißsporer mit dem fein behaarten Stiel ein Samtfußrübling. Der andere Dunkelsporer (mit dunkel violettbraunem Sporenpulver im Abwurf) wuchs wohl eher an Nadelholz als an Buche und sollte ein Rauchblättriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) sein.


LG; Pablo.
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#6
Hallo Maria, 

wenn 2 sicher auf Laubholz war, ist es der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare), auch wenn es farblich nach H. capnoides aussieht. Ich glaube da eher dem Substrat als den Farben auf Fotos.

Zu 3: Flammulina ja, aber die nur mikroskopisch unterscheidbare F. elastica kann es auch sein (man könnte es "Flammulina velutipes s. l." nennen). 

Viele Grüße,
Emil
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#7
(07-12-2017, 19:53)JanMen schrieb:  Ahoi!

Ich mache aus der 3 einen Samtfußrübling (Flammulina velutipes). Irgendjemand muss sich jetzt noch um die 2 "kümmern". Smile

LG, Jan-Arne

Danke Jan-Arne

Ich bin richtig glücklich, dass ich auch da mit meiner Vermutung richtig lag. Es ist also nicht immer der Fall, dass man an den Stielen die dunklere Farbe bereits am Baum sieht? Vielleicht eine blöde Frage aber auf den meisten Fotos sieht man eben den Farbverlauf hin zum Braun.

Liebe Grüße

Maria

Und jetzt bin ich neugierig ob jemand noch etwas zu Pilz 2 sagen kann - da habe ich nämlich keine Vermutung was dies sein könnte.
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#8
Hallo Maria, 

die dunkel samtigen Stiele entwickeln sich erst beim älter werden und sind jung weniger gut zu sehen.
Guck zum Samtfußrübling doch mal in mein >Portrait.

Viele Grüße,
Emil
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#9
Hallo, Maria!

Bei den samtfußrüblingen (das sind mehrere Arten, siehe auch Emils Kommentar) ist die Stielfarbe in erster Linie abhängig vom Alter der Fruchtkörper. Ganz jung blass cremegelb oder ockerlich, je älter desto dunkler. Bis schwarz.


LG, Pablo.
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#10
Hallo Emil, Hallo Pablo

Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten. Das Portrait werde ich mir gleich ansehen Smile

Zu dem Pilz 2: Der Fundort war zwar in einem reinen Buchenbestand ABER nicht weit davon entfernt stehen viele, auch ältere, Fichten. Und der Pilz wuchs an einem alten Baumstumpf. Es kann daher schon möglich sein, dass es sich tatsächlich um eine Fichte gehandelt hat, es kann aber auch Buche gewesen sein.

Aber auch hier eine Frage meinerseits: Woran habt Ihr den (Rauchblättrigen) Schwefelkopf erkannt? Eigentlich dachte ich bisher, dass ich die Grünblättrigen Schwefelköpfe sicher erkennen kann, einen Rauchblättrigen habe ich noch nie gefunden. Aber egal um welchen Schwefelkopf es sich handelt, ich wäre da nie darauf gekommen.

Liebe Grüße

Maria
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#11
(07-12-2017, 20:02)EmilS schrieb:  Zu 3: Flammulina ja, aber die nur mikroskopisch unterscheidbare F. elastica kann es auch sein (man könnte es "Flammulina velutipes s. l." nennen). 

Hi,

Flammulina elastica geht doch eigentlich nur an Salix, oder?

LG, Jan-Arne
                                                                           
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#12
Hallo, Maria!

Die erste und wichtigste Regel zur Bestimmung von Totholz lautet:
Alle umstehenden Bäume sind erstmal zu ignorieren. 
Zu bestimmen ist nur das als Substrat vom Pilz besiedelte Totholz, nicht umstehende andere Bäume.  Wink

Wenn du die Möglichket hast, kannst du von dem Baumstumpf ein paar Bilder machen. Zumindest ob Nadelholz oder Laubholz kann man meistens schon ganz gut bestimmen. Nützlich dabei ist übrigens auch die Beobachtung weiterer Pilze an dem Stumpf (ruhig auch auf die ganz kleinen achten), so wirst du zB auf Nadelholz keine Kohlenbeeren finden, aber fast immer an Laubholz. Bestimmte Becherchen und Krustenpilze können auch solide Hinweise auf die Substratart geben. Porlinge sowieso, solange es nicht gerade FomPini ist. Auch da kann man aber über den Gesamteindruck der besiedelnden Funga ganz solide Rückschlüsse ziehen. 


LG; Pablo.
Antworten
#13
Hallo Jan-Arne,

F. elastica ist (wie auch F. velutipes) gerne an Weide, aber nicht darauf beschränkt.

Viele Grüße,
Emil
Antworten
#14
(07-12-2017, 20:23)Beorn schrieb:  Wenn du die Möglichket hast, kannst du von dem Baumstumpf ein paar Bilder machen. Zumindest ob Nadelholz oder Laubholz kann man meistens schon ganz gut bestimmen. Nützlich dabei ist übrigens auch die Beobachtung weiterer Pilze an dem Stumpf (ruhig auch auf die ganz kleinen achten), so wirst du zB auf Nadelholz keine Kohlenbeeren finden, aber fast immer an Laubholz. Bestimmte Becherchen und Krustenpilze können auch solide Hinweise auf die Substratart geben. Porlinge sowieso, solange es nicht gerade FomPini ist. Auch da kann man aber über den Gesamteindruck der besiedelnden Funga ganz solide Rückschlüsse ziehen. 


LG; Pablo.

Hallo Pablo,

außer Moos, Laubblätter, Schnee und Eis war da nichts zu erkennen. Wenn das Eis und der Schnee weg sind kann ich natürlich das Laub um den alten Baumstumpf und das Moos vom Stumpf etwas entfernen Smile

Was ich jetzt aber immer noch nicht kapiert habe ist, wie Ihr den Schwefelkopf an sich erkannt habt - irgendwie "stehe ich da immer noch auf der Leitung" Wink.

Liebe Grüße

Maria
Antworten
#15
(07-12-2017, 20:40)EmilS schrieb:  F. elastica ist (wie auch F. velutipes) gerne an Weide, aber nicht darauf beschränkt.

Ah stimmt, danke. Ich hatte das "häufig mit Salix assoziiert" falsch im Kopf. Es wäre natürlich mal interessant zu wissen, wie oft die Art wirklich auf anderen Substraten vorkommt. Aufgrund der jahrelangen völligen Vergessenheit dieser Art gibt es dazu ja leider kaum Daten.

LG, Jan-Arne
                                                                           
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#16
(07-12-2017, 20:48)Maria schrieb:  Hallo Pablo,

außer Moos, Laubblätter, Schnee und Eis war da nichts zu erkennen. Wenn das Eis und der Schnee weg sind kann ich natürlich das Laub um den alten Baumstumpf und das Moos vom Stumpf etwas entfernen Smile

Was ich jetzt aber immer noch nicht kapiert habe ist, wie Ihr den Schwefelkopf an sich erkannt habt - irgendwie "stehe ich da immer noch auf der Leitung" Wink.

Liebe Grüße

Maria

Hi,

das ist Erfahrungssache. Ich mach das in solchen Fällen immer das Ausschlussprinzip. Ich schließe alle anderen Gattungen aus und irgendwann beschränkt sich dann die Auswahl auf einen Schüppling oder Schwefelkopf. Wink

Hinsichtlich des Schwefelkopfes bin ich mir auch unsicher. Ich will H. capnoides und H. fasciculare nicht ausshließen, zumal es ja auch noch H. fasciculare var. subviride gibt. In so nem Fall hilft nur kosten oder aber das Mikro. Zum  Glück kann man beide Arten sehr gut im Zweifel mikroskopisch unterscheiden.

l.g.
Stefan
Risspilz hui; Rissklettern pfui.

Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. Big Grin

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Antworten
#17
Danke Stefan

Bis ich so weit bin wird wohl noch geraume Zeit vergehen Wink

Ach so, sollte jemand genau wissen wollen um welchen Pilz es sich handelt - den Pilz vom Foto habe ich mitgenommen Wink

Liebe Grüße

Maria
Antworten
#18
(07-12-2017, 22:30)Maria schrieb:  Danke Stefan

Bis ich so weit bin wird wohl noch geraume Zeit vergehen Wink

Ach so, sollte jemand genau wissen wollen um welchen Pilz es sich handelt - den Pilz vom Foto habe ich mitgenommen Wink

Liebe Grüße

Maria

Oder du kostest einfach mal vorsichtig. Wink Wenn er bitter ist, dann ist es der Grünblättrige...
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#19
Dazu muss man aber sagen, dass die Geschmacksprobe nicht so zuverlässig ist. Gerade im Winter hatte ich schon Grünblättrige, die ziemlich mild (geschmacklos) waren. Natürlich ist das trotzdem ein guter Hinweis auf die Art.
Mich würden eher die tatsächlichen Farben interessieren. Leuchtend, mit Grüntönen in den Lamellen und Gelb an der Stielspitze (wie Bild 1) oder recht blass, mit grauen Lamellen und ockerbräunlichen Hut- und Stielfarben (wie Bild 2)?

Viele Grüße,
Emil
Antworten
#20
(07-12-2017, 22:32)Climbingfreak schrieb:  Oder du kostest einfach mal vorsichtig. Wink Wenn er bitter ist, dann ist es der Grünblättrige...

Wie bitter sollte dies denn sein?

Ich schmecke ganz leicht bitter aber wirklich nur ganz leicht. Ansonsten ist der Geschmack jetzt nicht so der Hit Wink
Antworten


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