Beiträge von Mykoprince

    Okay..

    aber mir geht es eher darum dass das doch riskant ist ohne offizielle Prüfstelle zu kaufen.. Man stelle sich vor da ist ein kleines Stück Knolli drin.. Ich könnte da schwer vertrauen aber andererseits hört man auch nie von Vorfällen solcher Art, bin ich da paranoid?

    Nee, paranoid bist du da nicht, ich würde nie von fremden Privatpersonen Pilze kaufen. Im eingelegten oder getrockneten Zustand lässt sich oft nur noch schwer beurteilen, wie frisch die Fruchtkörper zum Sammelzeitpunkt waren. Ganz davon zu schweigen, dass sich beispielsweise bei eingelegten Stockschwämmchen auch mal der ein oder andere giftige Kamerad einschleichen kann.

    Unabhängig von der rechtlichen Lage bin ich aber sowieso der Meinung, dass Pilze nur zum Eigengebrauch in geringen Mengen gesammelt werden sollten. Klar, es spricht nichts dagegen, mal ein Glas getrockneter Steinpilze im Freundeskreis zu verschenken, aber Wildpilze mit Gewinnabsicht auf eBay verscherbeln geht gar nicht.

    Das weiß ich nicht, meine waren jedenfalls roh und erst vor 1h im Wald geerntet, also noch ganz frisch. Wahrscheinlich kann es helfen, wenn man mit den Pilzen ein Sahnesößchen kocht und das dann einfriert. Muss ich mal testen.


    Ich finde, die einzigen Pilze, die sich aus meiner Sicht ohne Probleme roh einfrieren lassen und auch noch nach Monaten gut schmecken, sind ganz junge Steinpilze. Die schmecken eigentlich wie frisch.

    Abend zusammen,

    der Gifthäubling ist als einziger von unten beleuchtet. Der weiße Lichtrand lässt mich doch arg an der Echtheit zweifeln.

    (Ändert nichts an der Grundaussage)

    Ale

    Da scheint doch einfach nur das Licht von oben durch den Rand durch, oder sehe ich das falsch? Das Foto sieht für mich jedenfalls ziemlich echt aus.

    Habe bezüglich der Semmelstoppeln ähnliche Beobachtungen gemacht. Habe bei meinem ersten Fund noch auf viele Junge zurückgreifen können, dann zwei Wochen später an der gleichen Stelle einige deutlich Ältere mitgenommen, die ich vorher zum wachsen hab stehen lassen, und konnte Geschmacklich keinen Unterschied feststellen. Ich würde lediglich davon abraten, die FK einzufrieren, die haben schon nach relativ kurzer Zeit in der Gefriertruhe einen unangenehmen Beigeschmack entwickelt.

    Bestimmt! Ich hab den dieses Jahr auch zum ersten Mal bewusst gesucht und prompt gefunden. Ich will nicht wissen, wie oft ich in der Vergangenheit schon an ihm vorbeigegangen bin und dachte, das sei nur irgendein brauner Pilz. Von oben ist er sehr unscheinbar, aber wenn man ihn einmal kennt, findet man ihn recht häufig.

    Hey, sag dann mal bitte deine Meinung zu den trompetenpfifferlingen. Habe neulich auch riesige Mengen gefunden und war super hyped, dann aber leider vom Geschmack enttäuscht.

    LG

    Bin zwar nicht der Threadersteller, mir ging es aber mit den Trompetenpfifferlingen ähnlich. "Enttäuscht" ist vielleicht das falsche Wort, ich finde sie schnucklig und werde sie weiterhin sammeln, aber Geruch und Geschmack sind im Vergleich zu cibarius auffallend nichtssagend. Da sie aber oft massenhaft vorkommen, eignen sie sich halt gut, um die Pfanne aufzufüllen.

    Und das hier ist er doch auch, oder?

    http://www.kappenberg.com/host….php5?jahr=2007&eintrag=4

    Da hat wohl schon jemand früh gemerkt mit welchen Themen man gut abzocken kann. ;)

    Auch wenn die Referenzen des Herren zweifelhaft sind und ich von Wasserbelebung nichts halte, ich finde seine Vita bis zur Gymnasialzeit aufzurollen ist dann doch etwas jenseits der feinen englischen Art, auch wenn der Eintrag über Google auffindbar ist.

    Mich würde außerdem interessieren, bei welcher Organisation er "zertifizierter Pilzberater" geworden ist, ich finde sowas gehört einfach angegeben, wenn man seriös wirken will.


    Bin gespannt, ob es vielleicht jemanden gibt, der tatsächlich schon Erfahrungen mit dem Angebot gesammelt hat.

    Mir fällt da höchstens die ÖMG ein, da heißen Pilzsachverständige ja Pilzberater. Wenn dem so wäre, würde es aber keinen Sinn machen, warum er das nicht explizit erwähnt bzw. einen Scan seines Zertifikats zur Verfügung stellt.


    Vielleicht machen wir einen Sammeltopf und einer schaut sich das mal von innen an ;)

    Einen Monat später nochmal ein Nachtrag:


    Das Glas mit den getrockneten Steinis ist noch halbvoll, aber man nimmt eine Veränderung wahr. Ich hab jetzt seit Wochen nicht mehr daran gerochen und der Unterschied ist recht deutlich, das klassische Steinpilzaroma nimmt zu! Ich kann mir vorstellen, dass da immer noch enzymatische Prozesse ablaufen. Ich habe auch den Eindruck, dass sie etwas nachgedunkelt sind.

    Vielleicht lohnt sich die Anschaffung eines CO2-Messgeräts, dann kannst du akkurat die erforderliche Größe der Belüftungslöcher bestimmen und musst nicht per trial-and-error zusätzliche Löcher reinmachen.


    Noch cooler wäre natürlich eine elektrische Steuerung von Belüftungsklappen anhand des CO2-Gehalts, aber das macht das ganze Projekt auch deutlich teurer und aufwändiger.

    Man kriegt die Temperatur sicher noch runter wenn man die Tür anlehnt. Muss mal schauen, wo sich das dann einpendelt. Gibt es zu dem Thema eigentlich empfehlenswerte Literatur, oder findet man alles notwendige auch online? Würde mich da gerne mal ein wenig einlesen.

    Das mit der Temperatur würde ja passen, ich habe einen Kellerraum wo die Heizungsrohre durchlaufen, da sind konstant ca 24 Grad. Was ich an der Box am genialsten finde ist dass dadurch die Sporenbelastung minimiert wird. Hatte vorher eine Pilzzuchtbox mit Rosenseitlingen im Keller stehen und da war hinterher das Regal rosa. Und zum ständigen einatmen sollen die ja auch nicht so gesund sein.

    Hallo Pfifferlein, erstmal Glückwunsch zu deinem Steinpilzfund! Exemplare mit viel Schneckenfraß lassen sich super zum trocknen nehmen, da fällt das hinterher sowieso nicht mehr auf.


    Der Fichtensteinpilz ist glücklicherweise ein relativ häufiger und weit verbreiteter Pilz, es würde mich also schwer wundern wenn es nicht auch bei euch tolle Habitate gibt. Leider ist auch der Sammeldruck höher als bei jedem anderen Pilz, weshalb man ihn gerade bei gut frequentierten Stellen oft nur mit Glück findet.

    Zwei Tipps, die ich euch mitgeben kann:


    1. Wartet nach Regengüssen ca. 2 Wochen ab. Steinpilze kommen immer schubweise und brauchen nach Niederschlägen etwas Zeit für die Fruchtkörperbildung.


    2. Wenn ihr trotz Regenguss im Buchenwald nichts findet, checkt mal junge Fichtenbestände mit moosigem Untergrund und umgekehrt. Steinpilze mögen beide Habitate, kommen aber in der jeweiligen Gegend selten gleichzeitig in beiden Baumbeständen vor sondern wechseln sich ab. Im Sommer hatten wir im Buchenwald eine regelrechte Steinpilzschwemme, aber im Fichtenwald war gähnende Leere. Im Oktober war es jetzt genau umgekehrt, da hab ich bei den Buchen nicht einen einzigen gefunden, aber bei den Fichten war richtig was los.


    LG

    Heute nochmal kurz durch den Wald spaziert und einige ganz Kleine gesehen. Es kommen immer noch welche nach, also checkt mal die jungen Fichtenwälder bei euch vor Ort!

    So, heute Nachmittag habe ich mich mal in die Wälder zwischen Aachen und Roetgen begeben. Direkt zum Einstieg fand ich jede Menge Semmelstoppeln und Trompetenpfifferlinge, aber mein Ziel waren heute die Röhrlinge, die in BW leider von der Bildfläche verschwunden sind.

    Nach einigem Suchen dann im jungen Fichtenbestand der Erfolg:




    Dieses recht junge Exemplar war noch ganz fest, aber zu meiner Überraschung sehr verwurmt. Und das im November. Sauerei! :cursing:


    Danach kam für eine ganze Weile nichts mehr. Ich war schon in der Abenddämmerung auf dem Rückweg, als ich mit der Taschenlampe etwas am Rand der Baumlinie rausblitzen sah.



    Leider beide wieder im Stiel recht wurmig, aber die Hüte konnte man retten. So hat es dann doch noch für eine kleine Pfanne gereicht :)