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letzter Beitrag von Luca am

Passen meine Bestimmungen?

  • Hallo zusammen,


    am Montag hatte ich mir wieder einige Pilze näher angeschaut und mich an der Bestimmung versucht. Anbei meine Funde mit Namensvorschlägen. Ich würde mich über Bestätigung und/oder Verbesserungsvorschläge freuen.


    1. Als erstes viel mir dieses schöne Pilzchen ins Auge. Meine Vermutung war direkt der Löwengelbe Dachpilz (Pluteus leonius). Nach dem Abgleichen der Merkmale bin ich mir ziemlich sicher, dass das passen sollte. Die Lamellen waren frei, fleischfarben-rosa und untermischt. Der Hut gold-gelb, leicht gebuckelt und stark filzig. Der Stiel längsfaserig, gelblich mit weißem Basalfilz.


    2. Als nächstes gab es eine Xylaria. Ich meine einen sterilen Stielteil zu erkennen und insgesamt passt der Habitus zur Langstieligen Ahorn-Holzkeule (Xylaria longipes). Ahorn war keiner in der Nähe, dafür andere diverse Laubbäume wie Rotbuche und Hainbuche. Kann ich die allein makroskopisch so bestimmen? Ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum schon geschrieben wurde, dass die makroskopische Bestimmung bei den Holzkeulen nicht sicher möglich ist.


    3. Zu diesem Milchling habe ich folgende Angaben:

    -Bäume: unter großen Rotbuche, in einigen Metern Entfernung auch Waldkiefer

    -Geruch: pilzig

    -Geschmack: leicht pilzig, auch nach längerer zeit nicht scharf oder bitter

    -Milch: weiß, (hatte den Eindruck wässrig, habe bisher aber auch noch fast keine Milchlinge angeschaut)

    -Hut: niedergedrückt mit kleiner Erhebung in der Mitte, matt, leicht grubig, ~ 5-7 cm

    -Stiel: zur Basis bräunlich-rötlicher, weißer Basalfilz, ~ 6-8 cm

    Die Bilder sind etwas zu fahl, die Farben waren eher kräftiger und satter

    Am ehesten scheint mir hier der Süßliche Buchen-Milchling (Lactarius subdulcis), jedoch bin ich davon nicht wirklich überzeugt. Ich konnte keinen besonderen Geruch und auch keine leicht bittere Milch wahrnehmen.:/


    4. Dieser kleine Schleierling sah so markant aus, dass ich ihn mir doch genauer anschaute. Hier bin ich beim Duftenden Gürtelfuß (Cortinarius flexipes). Im Wald ist mir ein starker markanter Geruch aufgefallen. Pelargonien konnte ich den Geruch nicht zuordnen, liegt wohl daran, dass ich nicht weiß, wie diese riechen.


    5. Erneut konnte ich diese kleinen braunen Pilze auf Totholz finden. Vor kurzem gezeigt in diesem Beitrag "Ein paar Bestimmlinge".

    Diesmal habe ich die Art mehrmals, immer auf Kiefer, gefunden und genauer hingeschaut.

    -Geruch: schwach pilzig

    -Lamellen: +-ausgebuchtet angewachsen, untermischt, jung gelb, alt fleckig

    -Hut: orange-braun, teilweise, wenn sehr trocken hygrophan

    -Stiel: orange-braun, im Alter dunkler, teilweise weißlich überfasert/bereift (abwischbar), hohl

    -Fleisch: speckig, feucht

    Mit dem Smartphone war es mir nicht möglich die Farben realistisch abzubilden. Die Hutfarbe hat auf manchen Bildern einen Rotstich und das Gelb der Lamellen kommt nicht gut rüber.

    Für mich scheint alles zu Gymnopilus picreus zu passen, ich habe hier aber auch nicht wirklich einen Überblick der holzbewohnenden kleinen braunen Arten. Das einzige was mich ein wenig irritiert ist, dass die Art oft als selten angegeben wird. Das würde zumindest nicht auf das Waldgebiet zutreffen, in dem ich unterwegs bin. Kennt sich mit der Art jemand aus und kann mir weiterhelfen?


    Viele Grüße

    Luca

  • Ahoj, Luca,

    bei 1 und 2 gehe ich schon mal mit.


    LG

    Malone

  • GriasDi Luca,

    ich geh bei all Deinen Bestimmungen mit.

    Der P. leoninus muss aber über die Huthaut mit P. chrysophaeus abgeglichen werden. Die kann man mE makroskopisch nicht sicher trennen.

    Scheinbar liegt da aber doch ein Ahornast rum. X. longipes wächst so viel ich weiß obligat an Ahorn. Evtl doch X. polymorpha?

    Ich denke da auch an Gymnopilus. G. picreus ist von G. bellulus leicht anhand der Sporen zu trennen. Einer der beiden wird's wohl sein.

    Der L. subdulcis ist total typisch.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Servus,


    ich denke, dass du auch den Pluteus leoninus abhaken kannst. Auf dem zweiten Bild sieht man, dass die Huthaut grob samtig ist wie bei P. roseipes. Bei P. chrysophaeus ist sie leicht runzelig, aber sonst glatt, wie bei P. phlebophorus. Das liegt an der völlig anderen mikroskopischen Huthautbeschaffenheit dieser Arten.


    Erhard Ludwig hat P. roseipes übrigens sogar zur Varietät von P. leoninus herabgestuft. Aber diese Meinung muss man ja nicht teilen.


    Grüße

    Hias

  • Hallo Werner, hallo Luca!

    Soweit ich mich belesen habe ist X. longipes nicht obligat an Ahorn gebunden, im Tintling z. B. werden als weitere Substrate angegeben: Buche, Hainbuche, Eiche, Vogelbeere und Esche.


    Mikroskopisch sind X. longipes und X. polymopha prima zu trennen, habe ich auch gerade erst gelernt. :)

  • Hallo zusammen,


    vielen lieben Dank für eure Hilfe.

    Die Huthaut des Dachpilzes war sehr samtig/haarig. Unter anderem über dieses Merkmal wird P. leonius auch in FoTE von P. chrysophaeus abgegrenzt. Dann sollte P. leonius passen.

    Soweit ich mich belesen habe ist X. longipes nicht obligat an Ahorn gebunden, im Tintling z. B. werden als weitere Substrate angegeben: Buche, Hainbuche, Eiche, Vogelbeere und Esche.

    Diese Information habe ich im Internet auch gefunden. Zudem steht in FoTE, dass X. longipes "almost exclusively" auf Ahorn wächst. Ich denke dann sollte hier Buche oder Hainbuche passen.

    Der L. subdulcis ist total typisch.

    Das freut mich, bei dem war ich mir echt unsicher.

    Ich denke da auch an Gymnopilus. G. picreus ist von G. bellulus leicht anhand der Sporen zu trennen. Einer der beiden wird's wohl sein.

    G. bellulus hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Der würde anhand der wenigen Infos, die ich im Internet fand auch sehr gut passen. Dann geht's hier ohne Mikro wohl nicht weiter.


    Viele Grüße

    Luca

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