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letzter Beitrag von lamproderma am

Licea parasitica [edit L. cf. kleistobolus]

  • Auf Kiefernrinde kam nach 3 Wochen dieser kleine Myxo. Die Sporen sind mit ca. 13 my am unteren Ende der für die Art angegebenen Maße. Aufgrund des aufgewölkten Deckels sollte die Bestimmung aber doch passen.

    D, M-V: Wustrow, OT Pälitzhof, Feuchtkammerkultur auf Pinus-Rinde, MTBQ 2743/4, 02.01.2021

  • Hallo,

    schöner Fund! Liceen sind immer wieder interessant, aber nicht leicht zu bestimmen.

    Ich hatte auf Pinus-Rinde bisher nur Licea variabilis, L. castanea und L. minima.

    Allerdings würde ich Deinen Fund nicht für Licea parasitica halten. L.parasitica hat glatte Sporen mit einem helleren Keimporus. Die Sporen Deines Fundes sind eindeutig ornamentiert.

    Nach dem Licea-Schlüssel vom Mitchell und auch dem 3-Bändigen Myxomyceten-Werk von Neubert et al. gibt es nur 2 ungestielte Arten mit Deckel: L.parasitica und L.kleistobolus.

    L.kleistobolus hat ornamentierte, warzige Sporen (mit Warzengruppen), die in der Größe bis 13um liegen.

    Das würde für Deinen Fund besser passen.

    Vergleich doch mal damit.

    Ich selbst hatte die Art noch nicht, habe z.Z aber auch Kiefernholz in Kultur. Mal sehen, ob sich da etwas ähnliches zeigt.


    LG Ulla

  • Hallo Ulla,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Deine Argumentation, das dies nicht L. parasitica ist, überzeugt mich! Mit L. kleistobolus hab ich noch so meine Probleme. Der Deckel ist eindeutig gewölbt und nicht/kaum (?) eingesenkt. Leider hab ich es nicht geschafft, die Innenseite des Deckels im Präparat zu finden. Die Sporen sind mit 13 my auch zu (?) groß. Es waren noch ein paar wenige weitere Frk. vorhanden. Ich werde morgen Abend einen weiteren schlachten. Bis dahin speichere ich ihn erst mal unter L. cf. kleistobolus ab (und schleife meine Präpariernadeln😈).

    LG Manfred

  • Pälitzhofer

    Hat den Titel des Themas von „Licea parasitica“ zu „Licea parasitica [edit L. cf. kleistobolus]“ geändert.
  • Hallo Manfred,

    zu dem gewölbten Deckel: das ist m.M. kein so entscheidendes Merkmal. Wenn die Fruchtkörper eintrocknen sind sie nicht mehr gewölbt, sondern mehr eingesenkt.

    Die Sporen werden im Schlüssel von Mitchell bis zu 13um angegeben, im 3-Bändigen Neubert-Werk nur bis 11um. Für mich ist entscheidend, dass sie ornamentiert sind, dass ist bei L. parasitica nicht, die sind glatt mit hellerem Keimporus. Das ist mikroskopisch leicht zu sehen.

    L. kleistobolus ist schon ein toller Fund.

    In Pilze-deutschland.de gibt es nur eine Angabe von L.Krieglsteiner. Heidi Marx hat die Art einige Male in Kultur aus Brandenburg gezüchtet.

    Wenn Du das an Deinen Landeskoordinator für die Kartierung melden kannst, wäre schon super.


    LG Ulla

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