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letzter Beitrag von Climbingfreak am

Unterschiedliche geschmackliche Wahrnehmung von Samtfußrüblingen

  • War ja hier mal Thema: Manche meinten Samtfußrüblinge schmecken gut, andere mochten sie gar nicht. Ich vermutete ja damals schon, daß der unterschiedliche Geschmack dadurch bedingt sei, daß es sich um 2 Arten handelt und damals waren ja auch schon weitere Arten Arten im Gespräch, als weitere Art Flammulina elastica. Finde das Thema leider nicht wieder.


    Mein vorläufiges Ergebnis (auch nach Mikroskopieren), wollte nur erstmal parallel beide Arten finden zum direkten Vergleich (bin ja nicht so gut im Mikroskopieren, ziemlich problematisches Mikroskop....), deshalb brauchte das- damit drekter Vergleich möglich- meist finde ich nur eine Art von beiden:


    Die Art die deutlich, die deutlich schlechter schmeckt(meiner Meinung nach) , muß Flammulina elastica sein (tatsächlich deutlich längere Sporen) und wächst bevorzugt an Weiden, aber auch an Ahorn.


    Flammulina velutipes ist meines Erachtens eine sehr gut schmeckende Art (deutlich kürzere Sporen) und wächst bevorzugt oder sogar ausschließlich an Buche.


    Ohne Mikroskop kann man einfach auch nur an Buche wachsende Samtfußrüblinge sammeln (könnte aber auch sein, daß irgendjemand Fl. elastica lieber mag- also ruhig probieren).


    Wenn man das Holz nicht bestimmen kann, kann auch eine kleine Geschmacksprobe (halt wie üblich, sicherheitshalber gut ausspucken.... ich weiß ehrlich nicht, ob die roh giftig sind) weiterhelfen:Fl. elastica hat in der Geschmacksprobe i.d.R. einen süßlichen Beigeschmack und einige der aromatischen Bestandteile von Fl. velitipes fehlen. Fl. elastica wächst in der Regel auch gedrängter, dichter und bildet im Durchschnitt kleinere Fruchtkörper aus (aber unsicheres Unterscheidungsmerkmal!) . Irgendwie bekomme ich die makroskopisch sogar ohne Holzbestimmung in der Regel ! unterschieden.


    Dieses ist mein erstes vorläufiges Ergebnis.


    Wäre sehr interessant, ob ein weiterer Mykophage :D der gleichen Meinung ist. Oder halt auch anderer Meinung.

  • Servus Safran



    War ja hier mal Thema: Manche meinten Samtfußrüblinge schmecken gut, andere mochten sie gar nicht. Ich vermutete ja damals schon, daß der unterschiedliche Geschmack dadurch bedingt sei, daß es sich um 2 Arten handelt und damals waren ja auch schon weitere Arten Arten im Gespräch, als weitere Art Flammulina elastica. Finde das Thema leider nicht wieder.


    Guckts du hier: http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,395.0.html


    Zitat

    Die Art die deutlich, die deutlich schlechter schmeckt(meiner Meinung nach) , muß Flammulina elastica sein (tatsächlich deutlich längere Sporen) und wächst bevorzugt an Weiden, aber auch an Ahorn.


    ... und an Eiche, an Buche, an diversem Holz ;)


    Zitat

    Flammulina velutipes ist meines Erachtens eine sehr gut schmeckende Art (deutlich kürzere Sporen) und wächst bevorzugt oder sogar ausschließlich an Buche.


    Flammulina velutipes nimmt auch alles mögliche als Substrat, auch Weide, Ahorn, Eiche, Fichte usw.


    Ich muss aber zugeben, ich habe entweder mirkoskopiert oder schnabuliert. Die gegessenen habe ich also nicht richtig bestimt. Mir fällt aber auch auf, dass die Geschmakcsqualität variiert. Ich habe das aber mehr mit der Zahl der Wechselfröste verbunden gehabt. Falls da was mit den Arten korelliert wäre, wäre das spannend.


    LG
    Christoph

  • Ich muss aber zugeben, ich habe entweder mirkoskopiert oder schnabuliert. Die gegessenen habe ich also nicht richtig bestimt. Mir fällt aber auch auf, dass die Geschmakcsqualität variiert. Ich habe das aber mehr mit der Zahl der Wechselfröste verbunden gehabt. Falls da was mit den Arten korelliert wäre, wäre das spannend.


    LG
    Christoph


    Daß das mit der Anzahl der Wechselfröste korreliert (tatsächlich auch allererste Idee) habe ich ziemlich schnell ausgeschlossen. Weil dann wäre der unterschiedliche Geschmack nicht so standortabhängig gewesen.


    Bei uns (Zimtsternchen und ich) war der Verdacht auf unterschiedliche Arten (einzige Alternative am Anfang noch: unterschiedliche Substrate(auch heute noch nicht abschließend untersucht) aufgekommen, weil irgendwann sahen wir schon sehr schnell, ob die schmecken würden, selbst ohne Holzbestimmung. Danach gab es meinerseits erste Nachforschungen, ob es nicht auch weitere Arten geben KÖNNTE. Erste Informationeinholungen. Aber halt nichts gesichertes. (ja, das Mikroskop. welches ich immer noch nur im Notfall verwende)


    Meine Tochter hat übrigends noch ergänzt- Zur Unterscheidung der gut schmeckenden und nicht gut schmeckenden (und bei Überlegung hat sie Recht) Fl. elatica (die ich jetzt einfach mal als weniger schmeckende Art annehme): die Stiele sind tendentiell gummiger, die Hüte tendentiell schleimiger, und die Stiele tendentiell dunkler(bzw. höher bis zur Spitze dunkler. Wir erkennen mittlerweile auf einen Blick, ob die schmecken werden (aber nur zu 95% sicher) .


    Wir wollen es aber noch weiter untersuchen (notfalls mit meinem Mikroskop)- ich werde mal die weiteren verlinkten Arten nach Schlüssel einbeziehen - nur mein Mikroskop läßt halt sehr zu wünschen übrig. Ein Meßokular habe ich nicht und meine Mikroskopierkenntnisse sind auch sonst beschränkt. Nicht, daß sich da irgendwo eine totale Fehlannahme eingeschlichen hat: Aber bei uns sind 2 Arten häufig, weitere unterscheide ich noch nicht und diese beiden unterscheiden sich durchaus nicht ganz unwesentlich.

  • Hallo, ehrlich gesagt hatte ich noch nie einen Samtfußrübling bzw. dessen Sporen unterm Mikroskop. Ich finde sie nur an selten an Weide und mehr an Ahorn. Die FK erreichen teilweise bis zu 6cm Durchmesser und ihr Auftreten reicht von einzeln bis gesellig und dicht zusammen. Kulinarisch finde ich sie allesamt bescheiden, eher die Kategorie "Gewürzbindendes Hyphengeflecht". An Buche hatten wir mal vor Urzeiten welche gefunden (falls das überhaupt welche waren), aber zu deren Geschmack kann ich heute nix mehr sagen.

  • Hallo Wühlmüll,
    "gewürzbindendes Hyphengeflecht" würde ich nicht unbedingt sagen, "bescheiden" volle Zustimmung. Wir lassen Fl. elastica mittlerweile stehen (auch bei riesigen Vorkommen) außer wenige Exemplare zum Test- sprich zu wissenschaftlichen Zwecken. Die Merkmale und Größe ist nicht ganz sicher abgrenzbar. Wir erkennen sie meist trotzdem.. Deine Funde an Weide und Ahorn sprechen aber dafür
    Auch frage ich mich, ob jeder den süßlichen Geschmack überhaupt schmecken kann. Meine Tochter und ich- wir schmecken ihn beide.


    Fl. velutipes hingegen sehr guter Pilz und nicht nur ein Winternotnagel(nur, weil es nichts besseres gibt) . - unsere Erkenntnis. Bisher haben wir aber alle! Funde an Buche getätigt (bzw. einige wenige an nicht bestimmbarem Holz)

  • Hallo Safran,


    ich hatte damals einen Thread, wo ich vom Geschmack vom Samtfussrübling enttäuscht war, eröffnet.
    Vor ca. 2 Wochen hatte ich erneut Samtfussrüblinge gefunden und nochmals zubereitet. Gleiche Zubereitung, etwas Butter, Salz und Pfeffer. Diesmal habe ich den Samtfussrübling als recht wohlschmeckend empfunden. Die Fruchtkörper von damals und jetzt wurde ich als gleich "alt/frisch" bezeichnen. Der Fundort war aber unterschiedlich.


    Um welche Unterart es sich bei den Samtfussrüblingen gehandelt hat, kann ich nicht sagen.


    VG
    Timo

    VG


    Timo


    Pilzchips 95 (+ 10 aus dem EM-Tippen)- 10 für APR 2018= 85+ 20 APR`18-Coins (10 Stk. schnellste Jokereinlösung + 5 Stk. Platzierung+ 5 Stk. Schnapszahl 111) =105

  • Hallo Safran!


    Also ich bin ja bei sowas skeptisch, was du schreibst.
    M.M.n. hängt der Geschmack doch sehr vom Alter ab, was du eigentlich zwischendrin auch schreibst, indem du schwarzstielige mit weniger dunkelstieligen vergleichst.


    Allerdings fällt es mir recht schwer, deinen Ausgangstext zu verarbeiten.
    Zuerst dachte ich, euch schmecken die velutipes und die elastica sind die schlechteren.


    Dann aber

    Zitat


    (könnte aber auch sein, daß irgendjemand Fl. velupides lieber mag- also ruhig probieren).


    Wer ist das jetzt? Und wenn es ein Verschreiber war, was soll die Aussage? Ich denke, velutipes sind die guten?


    Sicherlich interessantes Thema!
    Allerdings meine ich doch letztens irgendwo gelesen zu haben, dass Sequenzen ergeben haben, dass die Sporenlängen wohl gar nicht so sehr geeignet sind, die beiden Arten zu unterscheiden.


    VG Ingo W

    ________________________________________________________________
    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"
    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n auch wichtich is!" ==Gnolm2


    137-15 (Gebühr APR 2018) = 122+12 (APR 2018 Platz 4) = 134+1 (Segmentwette APR 2018) = 135+2 (schöner Falsch-Phal APR 2018 = 137+9 (3.Platz schöner Phal APR 2018) = 146-15 (Gebühr APR 2019) =131+9 (APR-Schnell-Joker-Bonus) = 140+4 (APR2019-Platzierungswette) = 144+3 vom Gnemil-APR-Nachrätsel = 147+9 (Phalplatzierungs-PCs) = 156 - 20 (Gebühr APR 2020) = 136+3 (Einlaufwette APR2020) = 139 + 6(3x2) für gute Phäle APR2020 = 145



    Link: Nanzplan APÄ-2020

    Link: Gnolmengalerie

    Link: die schönsten Phäle zu APR-2020



  • Dann aber


    Zitat


    (könnte aber auch sein, daß irgendjemand Fl. velupides lieber mag- also ruhig probieren).


    Wer ist das jetzt? Und wenn es ein Verschreiber war, was soll die Aussage? Ich denke, velutipes sind die guten?


    Verschreiber!. Wird gleich editiert
    [hr]


    Hallo Safran!


    Also ich bin ja bei sowas skeptisch, was du schreibst.
    M.M.n. hängt der Geschmack doch sehr vom Alter ab, was du eigentlich zwischendrin auch schreibst, indem du schwarzstielige mit weniger dunkelstieligen vergleichst.


    Diese tendentiellen Unterschiede sind nur nicht! altersbedingt- bei meinen Beobachtungen. Es sind aber leider auch keine absoluten Unterschiede, die sich bezogen auf ein Merkmal zur sicheren Unterscheidung eignen.


    Fl. velutipes mag ich übrigends in allen Alterstadien gern und nehme sie auch gerne in allen brauchbaren Alterstadien mit. Der Geschmacksunterschied der unterschiedlichen Altersstadien ist bei Samtfußrüblingen im Vergleich zu manch anderen Pilzen sogar eher gering- meiner Meinung nach.
    [hr]


    Ah, Dein Beitrag war das :) Beobachte das mal weiter. Mein Verdacht diesbezüglich dürfte klar sein.
    [hr]

    Allerdings meine ich doch letztens irgendwo gelesen zu haben, dass Sequenzen ergeben haben, dass die Sporenlängen wohl gar nicht so sehr geeignet sind, die beiden Arten zu unterscheiden.


    VG Ingo W


    Zumindest bei meinen Funden (ich kann nicht messen)- deshalb wollte ich ja auch als erstes mal beide an einem Tag finden!, war der Unterschied markant- auch wenn es da bei einzelnen ! Sporen natürlich Bandbreite gibt. Aber der Mittelwert deutlich unterschiedlich- ich gedenke aber noch einige weitere an Kollektionen zu untersuchen, was besonders bei den makroskopisch unklaren(ja solche finde ich auch) interessant werden dürfte.

  • Hallo,
    ich habe in diesem Winter zum ersten Mal Samtfüsschen gehabt, die nicht in dem gleichen Habitat waren, nicht im gleichen Bachtal, nicht an Buche.
    Nun ja, sie waren nicht weit entfernt, in einem Gartengelände, an Weide ... sahen genauso aus, schmeckten auch genauso - für mich/uns nichtssagend.
    Wie ich schon in dem anderen Thread schrieb: leicht wässrig-frisch mit einem Zuckeratom, das vorbeigeflogen ist.


    Bisher hatte ich noch keine, die sich optisch/makroskopisch davon unterschieden hätten (relativ kleine Hüte, erst heller Stiel, dann dunkler Stiel), Geschmacksergebnisse bei mir unabhängig vom Alter der Pilze.
    Wenn ich nicht mal deutlich "anders aussehende" Samtf. finde, bleiben die jetzt endgültig stehen.

  • Hi,


    nur mal kurz was von meiner Seite dazu. Leider sehe ich mir erst seit 2 Jahren Samtfüße unterm Mikro an und immer hatten meine Aufsammlung kurze Sporen und meistens habe ich die an Salix gefunden.


    Erst jetzt Mitte Januar hatte ich eine Kollektion mit langen Sporen; auch an Weide. Aus meiner Sicht waren die makroskopisch von den anderen Samtfüßen nicht zu unterscheiden und leider hatte ich die auch noch nie gekostet, da ich meist nur 4-5 Fruchtkörper finde und da lohnt sich eine Verkostung wirklich nicht.


    Worauf ich hinaus wollte: Ich traue mir eine reine makroskopische Bestimmung von beiden Arten nicht zu; selbst unter der Einbeziehung eurer Beschreibungen nicht. Schleimigerer Hut, dunklere Stiele etc. hatte ich auch, aber dort waren die Sporen auch immer kurz (unter 10 µm lang). Auch das Lieblingssubstrat Buche kann ich nicht bestätigen, dafür habe ich die kurzsporer viel zu oft an Weide gefunden...


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

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