Entoloma clypeatum = Schild-Rötling

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  • Schild-Rötling
    Entoloma clypeatum (Schaeff. 1774)


    Synonym:
    Festfleischige Frühlings-Rötling
    Agaricus clypeatus L., Species Plantarum: 1174, 1753



    Klasse: Agaricomycetes
    Unterklasse: Agaricomycetidae
    Ordnung: Agaricales
    Familie: Entolomataceae
    Gattung: Entoloma



    Hut: 3 bis 12 cm, jung glockenformig später ausgebreitet mit Buckel in der Mitte, der Rand ist wellig im alter oft eingerissen. Die Oberfläche ist beige- bis graubraun oder graugelblich, zum Rand hin etwas heller und bei feuchter Witterung deutlich dunkler (rußig braun) gefärbt (Hygrophanität) mit einem radial faserig gestreiften Muster; sie ist außerdem seidig glänzend und kahl.


    Lamellen: Jung weiß bis gräulich und später durch die gereiften Sporen schmutzig rosa gefärbt. Sie stehen untermischt, haben unregelmäßig gekerbte, wellige Schneiden und sind ausgebuchtet am Stiel angewachsen.


    Stiel: faserig 5 bis 10, selten bis 15 Zentimeter hoch, 1 bis 2 Zentimeter dick, zylindrisch geformt und oft verbogen und gedreht. Er ist oberflächlich faserig längsgestreift weißlich, seidenglänzend und bei Berührung gilbend.


    Fleisch: Weiß.


    Sporenpulver: Rosa.


    Geruch: Mehlartig, Gurkenartig.


    Geschmack: Mild, Mehlig.


    Speisewert: Essbar aber mit vorsicht, der Pilz ist roh giftig, also gut durchgaren, ausserdem kann er verwächselt werden mit anderen giftigen Arten.


    Vorkommen: Der Pilz wächst von April bis Juni bei Rosaceen wie Weißdorn, Schlehe, Pflaume und anderen Obstgehölzen, er wächst buschelig in Parks und Wiesen und am Waldränder, in ganz ME recht häufig.


    Verwechslung:
    Er gilt als schwer zu unterscheiden und kann auch leicht mit Giftpilzen verwechselt werden. Für Verwechslungen kommen besonders andere Frühlingsrötlinge (Sektion Nolanidea) wie der Gestreifte Frühlings-, der Silbergraue und der Blassbraune Rötling in Frage. Der sehr seltene April-Rötling hat dünneres, geruchloses Fleisch, eine schlankere Form, wenige Schnallenverbindungen im Gewebe und wächst bevorzugt mit Ulmen-Arten.







    Wer noch Bilder hat her damit



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Calocybe gambosa = Maipilz<
    >Entoloma sepium = Schlehen Rötling<
    >Entoloma sinuatum = Riesenrötling<

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

    Einmal editiert, zuletzt von Trino ()

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Mario!


    Ein Super Portrai, das natürlich auch gerade topaktuell ist!


    Den Schlehen - Rötling, Entoloma sepium mit rotfärbendem Fleisch (besonders bei Fraß und Parasitenbefall / ähnlich wie Perlpilz) kann man noch als Verwechslungsmöglichkeit nennen, was hiermit getan ist. ;)



    LG, Pablo.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Mario,


    gut gemacht und toller Sporenabdruck. Wenn ich morgen den Thread zur Sporenabdruckerstellung reinstelle, kannst du sicher noch den ein oder anderen Tipp hinzugeben.


    Hier noch 2 Bilder des vorgestellten Pilzes:




    lg,


    Jan-Arne