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Helmlinge?
#1
Guten Tag
Gestern im Wald in Hägglingen 540m entdeckt. Die Hüte waren 1-3cm breit, weich, fast brüchig, dünner Stiel, helle Lamellen. Der Geruch war eher unangenehm. Sind es Mycenaceae > Rostfleckige Helmlinge M. Zephirus ?
   
   

Direkt daneben auf Ästen ein runder flacher scheibenförmiger brauner Pilz 2cm breit, dachte zuerst an ein Judasohr, ist aber nicht typisch , die weiche Konsistenz wäre aber vergleichbar. Kann man ihn bestimmen?
obere Seite
   
untere Seite
   

besten Dank für Hinweise

Adi Meyer
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#2
Hi,

also das obere sind schon mal definitiv Helmlinge; M. zephyrus sind das aber nicht. Die wachsen nicht in der (reinen) Laubstreu und auch optisch passt das nicht so recht. Kannst du was zum Substrat sagen? Wuchsen die an vergrabenem Holz z.B.? Ohne Mikro wird dei Bestimmung schwer. Es kommen da auch meiner Sicht einige in Frage, zumal die ja auch noch frostgeschädigt sind.

Das untere ist aus meiner Sicht ein untypisch gewachsenes Judasohr.

l.g.
Stefan
Risspilz hui; Rissklettern pfui.

Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. Big Grin

Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

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#3
(19-01-2018, 07:53)Climbingfreak schrieb:  Hi,

also das obere sind schon mal definitiv Helmlinge; M. zephyrus sind das aber nicht. Die wachsen nicht in der (reinen) Laubstreu und auch optisch passt das nicht so recht. Kannst du was zum Substrat sagen? Wuchsen die an vergrabenem Holz z.B.? Ohne Mikro wird dei Bestimmung schwer. Es kommen da auch meiner Sicht einige in Frage, zumal die ja auch noch frostgeschädigt sind.

Das untere ist aus meiner Sicht ein untypisch gewachsenes Judasohr.

l.g.
Stefan

Guten Tag Stefan
Hier noch mehr Informationen und Bilder
Auf dem Foto sieht man die Umgebung , morsche Laubwaldäste und Blätter, die Pilze wachsen direkt neben dem Totholz, im Boden hat es auch noch morsche vermodernde Ästchen. Der grösste Pilzhut ist 4.5cm im ø , die Hüte und Stiele sind sehr zart und fast zerbrechlich. Der Stiel des grössten Pilzes scheint verdreht.
   
   
   
   
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#4
Hallo, Adi!

Ich würde da Mycena zephirus jedenfalls nicht ausschließen wollen. Bei mir wächst der auf allerlei pflanzlichem Detritus, vor allem in Kiefern- und Kiefern-Misch-Wäldern, gerne in Haufen von Streu und Zweigen und Laub. Auffallend ist bei der Art oft ein wie rasig gesähter Wuchs von vielen Einzelfruchtkörpern auf einem fleck in recht regelmäßigem Abstand jeweils voneinander.

Was bei deinem Fund weniger typisch ist, sind aus meiner sicht die Farbverläufe, aber das kann auch je nach Witterungseinflüssen mal unterschiedlich ausgeprägt sein, denke ich.


LG, Pablo.
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#5
(19-01-2018, 20:28)Beorn schrieb:  Hallo, Adi!

Ich würde da Mycena zephirus jedenfalls nicht ausschließen wollen. Bei mir wächst der auf allerlei pflanzlichem Detritus, vor allem in Kiefern- und Kiefern-Misch-Wäldern, gerne in Haufen von Streu und Zweigen und Laub. Auffallend ist bei der Art oft ein wie rasig gesähter Wuchs von vielen Einzelfruchtkörpern auf einem fleck in recht regelmäßigem Abstand jeweils voneinander.

Was bei deinem Fund weniger typisch ist, sind aus meiner sicht die Farbverläufe, aber das kann auch je nach Witterungseinflüssen mal unterschiedlich ausgeprägt sein, denke ich.


LG, Pablo.

Hi,

eben weil am Fundort keine Kiefern stehen, wäre ich eher für M. maculata; nach den neuen Bildern. Wink Laut FNE 5 das Substrat das Trennmerkmal zwischen M. zephyrus und M. maculata. Zudem wäre auch noch M. galericulata ja auch noch im Rennen; so prinzipiell. Wink

l.g.
Stefan
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#6
Hallo, Stefan!

Mycena maculata wächst büschelig (wie Mycena inclinata, sieht auch sonst fast aus wie Mycena inclinata) direkt an Holz (Laubholz).
Mycena zephirus braucht nicht zwingend Kiefer als Substrat. Wächst bei mir nur deswegen meistens dort, weil Kiefern bei mir eine der häufigsten Baumarten sind. Fichtenstreu geht aber definitiv auch, behaupten die M. zephirus, die ich im Odenwald auf Fichtenstreu finde.  Wink


LG; Pablo.
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#7
(19-01-2018, 20:47)Beorn schrieb:  Fichtenstreu geht aber definitiv auch, behaupten die M. zephirus, die ich im Odenwald auf Fichtenstreu finde.  Wink

Gut, aber laut Adrian ist das ein reiner Laubwald. Das würde dann aber schon gegen M. zephyrus sprechen oder siehst du das anders?
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Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. Big Grin

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#8
Hallo, Stefan!

Das weiß ich nicht. Bin aber skeptisch und würde wie immer eher nach Morphologie als nach Substrat bestimmen.
Aber wenn ich mal Mycena zephirus im reinen Laubwald finde, dann frage ich die, wie sie das machen. Versprochen.  Alright


LG, Pablo.
Antworten
#9
(19-01-2018, 20:58)Beorn schrieb:  Hallo, Stefan!

Das weiß ich nicht. Bin aber skeptisch und würde wie immer eher nach Morphologie als nach Substrat bestimmen.
Aber wenn ich mal Mycena zephirus im reinen Laubwald finde, dann frage ich die, wie sie das machen. Versprochen.  Alright


LG, Pablo.

Guten Abend Pablo und Stefan

Der Fundort ist ein Mischwald, in der Nähe hat es auch Nadelbäume, ich denke, dass sicher Fichten darunter sind, ich gehe morgen nochmals an den Fundort, er ist nur 500m von unserem Haus entfernt am Waldrand und schaue nach Kiefern.

mfg

Adi Meyer
Antworten
#10
Hallo, Adi!

Ich bin mir hier eher wegen des Aussehens unsicher. Bei der Ökologie könnte ich mir halt vorstellen, daß die Art recht variabel ist.
Die Top - Adresse für Helmlinge im Netz (wenn man nicht sowieso die eine oder andere Monografie im Regal stehen hat), ist die >Seite von Arne Aronsen<, der natürlich auch eine gute >Beschreibung von Mycena zephirus< drin hat. Die ökologiesche Beschreibung "in various habitats" sollte wohl auch ein Hinweis auf die relative Unabhängigkeit dieser Art sein.


LG, Pablo.
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#11
Guten Tag Pablo
Habe das Umfeld der Pilze nochmals angeschaut, die ersten Nadelbäume, Tannen, stehen im Abstand von 10 m neben dem Totholzhaufen mit den Helmlingen. Unmittelbar in der Nähe hat es Buchen

mfg

Adi Meyer
Antworten
#12
(21-01-2018, 13:25)Adi Meyer schrieb:  Guten Tag Pablo
Habe das Umfeld der Pilze nochmals angeschaut, die ersten Nadelbäume, Tannen, stehen im Abstand von 10 m neben dem Totholzhaufen mit den Helmlingen. Unmittelbar in der Nähe hat es Buchen

mfg

Adi Meyer

Im Zweifel ist es sowieso besser bei Helmlingen die mikroskopisch zu untersuchen und dann mit der FNE5 bestimmen/nachschlagen...

l.g.
Stefan
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