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Fotowettbewerb Januar 2018
#21
(10-02-2018, 17:26)Doris und Helmut schrieb:  Hallo Josef, hier liegst Du völlig falsch.
Helmut fotografiert noch immer so wie zu Analogzeiten auf Diafilm, da mußte bei der Aufnahme auch alles passen.

Hallo Doris und Helmut,

ich finde es ganz toll, dass es in diesen "Digitalzeiten" auch noch Leute gibt, die analog fotografieren.
Das ist natürlich eine ganz andere Liga.

Ich hatte bei Euch irgendwas von einer Olympus OMD im Hinterkopf; da muss ich wohl etwas verwechselt haben.
Mein Kommentar bezügl. der Bearbeitung war auch nicht als Kritik, sondern eher als Frage gedacht.

(11-02-2018, 08:11)abeja schrieb:  Voranstellen muss ich allerdings (falls du das nicht aus meinen früheren Beiträgen entnehmen konntest), dass ich mich auch als "Non-Stackwoman"  bezeichnen könnte, da ich mit einer Kompaktkamera (Lumix LX7 und ohne Zubehör wie Beleuchtung und Stativ) unterwegs bin - aber die Kamera habe ich wirklich fast immer dabei.
Auf eine bessere (und teurere) Ausrüstung habe ich bisher bewusst verzichtet - wohl wissend, dass man da manchmal doch Einschränkungen unterliegt, vor allem bei den Freistellmöglichkeiten. Da mir aber der "Schleppaufwand" und der finanzielle Aufwand nicht in der "richtigen Relation" zu meinen Ambitionen und auffindbaren Motiven stand, bleibt es bis auf Weiteres dabei. Bei einer Neuanschaffung würde ich eventuell auf  eine Fokusbracketing-Funktion achten (und einen größeren Sensor).

Hallo Abeja,

Auch mit deiner LX 7 sollten Freistellungen zumindest bei kleineren Motiven möglich sein.
Mit meiner Nikon P7800, die etwa in der gleichen Kategorie wie deine Lumix liegt (gleich großer Sensor, f 2-4), konnte ich bei kleineren Motiven mit Hilfe einer Nahlinse und durch Stacken von Hand einige sehr schöne Freistellungen erzielen. (Nahlinse, voller Zoom, Hintergrund möglichst weit entfernt)
Es ist nur die Frage, ob Du an deiner Lumix eine Nahlinse anbringen kannst. Für die Nikon gab es einen speziellen Filteradapter. Direkt ans Objektiv wollte ich den doch relativ schweren Achromaten nicht direkt anbringen. Obwohl ein Achromat natürlich erste Wahl ist, soll es aber auch relativ gute leichtere Einfachlinsen (z.B. von Hama) geben. Die ganz billigen würde ich allerdings nicht empfehlen.
Achtung: eine Nahllinse vergrößert nicht, sondern verringert nur den Nahabstand im Verhältnis 100/Dioptrienzahl (z.B. 3 Diopt. = ca. 33 cm, 5 Diopt.= ca. 20 cm); vergrößert wird mit dem Zoom. Die Nahlinse wirkt wie eine Lesebrille u. hat einen begrenzten Schärfebereich abhängig von Dioptrienzahl und Brennweite (bestimmte Entfernung vom Objekt), alles, was ausserhalb liegt, wird mehr o. weniger unscharf. Welche Dioptienzahl die richtige ist, hängt von der Kamera bzw. der max. Brennweite ab.
Bei meiner Nikon waren die 3 Diopt. gerade richtig; bei geringerer max. Brennweite wäre vielleicht eine 5er Linse möglicherweise besser. Stativ muss natürlich auch sein. Für Kompaktkameras gibt es doch zahlreiche kleine leichte Ministative, die man bequem mitnehmen und in die Tasche stecken bzw. notfalls auch in den Pilzkorb legen kann.

Hier ein Beispiel (Monatsieger Dez. 2015):

   
Nikon P7800, Marumi Achromat 3 Diopt., Entfernung ca. 30-35 cm, Brennweite ca. 200 mm (entpr. Kleinbild), Blende 4, manueller Focus, Stack aus 3 Bildern (manuell), nur an wenigen Stellen leicht nachbearbeitet (Halos u. kl. Flecken entfernt) Hintergrund sonst unbearbeitet.

Herzliche Grüße
Josef

Betrifft automatisches Stacking/Focusbracketing:
Nach etwas Erfahrung mit automatischem Focusbracketing muss ich sagen, dass dabei die gleichen Probleme auftreten wie beim manuellen Stacken (Halos, scheinbar fehlende Schärfeebenen, Artefakte durch sich bewegende Grashalme usw.).
Es geht halt nur wesentlich schneller, macht weniger Arbeit und die Gefahr, versehentlich die Kamera zu bewegen o. dass sich zwischendurch die Lichtverhältnisse ändern, ist wesentlich geringer.
Ansonsten muss man aber die gleichen Dinge beachten wie beim manuellen Stacken. Sehr wichtig ist m.M. die Motivauswahl. Unproblematisch sind meist einzeln o. nebeneinander stehende Pilze. Problematisch wird es vor allem, wenn bei hintereinanderstehenden Pilzen bzw. Pilzgruppen die vorderen Pilze die hinteren teilweise verdecken (wenn man die Einzelbilder der Serie betrachtet, sieht man auch warum).
Antworten
#22
(11-02-2018, 15:13)Josef-08 schrieb:  
(10-02-2018, 17:26)Doris und Helmut schrieb:  Hallo Josef, hier liegst Du völlig falsch.
Helmut fotografiert noch immer so wie zu Analogzeiten auf Diafilm, da mußte bei der Aufnahme auch alles passen.

Hallo Doris und Helmut,

ich finde es ganz toll, dass es in diesen "Digitalzeiten" auch noch Leute gibt, die analog fotografieren...
Hallo Josef,

das habe ich zuerst auch falsch verstanden:
ich denke, es ist so zu verstehen, dass Helmut genau so fotografiert, wie zu der Zeit, als er analog auf Diafilm fotografiert hat.
Also, er versucht auch digital das Bild gleich so gut wie möglich zu gestalten, wie man damals eben dazu gezwungen war wenn man nicht zu viel Ausschuss produzieren wollte.

wenn ich mich nicht irre Wink
Alis
Antworten
#23
Hallo Josef!


Zitat:Helmut fotografiert noch immer so wie zu Analogzeiten auf Diafilm, da mußte bei der Aufnahme auch alles passen.


Da musste ich auch erst mal hirnen...

Zuerst dachte ich auch wie Du, dass die beiden noch analog fotografieren und wollte schon anfragen, wie die beiden dann den jeweiligen Papierabzug so qualitativ hochwertig digitalisieren, dass die Bilder so toll rüberkommen. War vor Jahren schon eine aufwändige Angelegenheit, als man versuchte, auf den Digitalisierungszug aufzuspirngen, ohne auf seine gute alte Analog-Kamera verzichten zu müssen. Die Dias musste man einschicken, um Abzüge davon machen zu lassen und diese dann anschließend wieder einschicken, um sie digitalisieren zu lassen. Und danach sahst Du jedes Staubkorn drauf... es war zum Verzweifeln!

Nachdem die beiden aber zwei hochwertige digitale Kameras benutzen, las ich den Satz noch ein paar Male, bevor mir's wie Schuppen von den Augen fiel:  Die Betonung liegt nicht auf dem "Diafilm", sondern auf "wie zu Analogzeiten"und der Art und Weise zu fotografieren. Man musste sich einfach schon vor dem Abdrücken Gedanken darüber machen, was dabei herauskommt, denn eine Nachbearbeitung oder auch die Erstbearbeitung bei der Entwicklung der Diafilme war für den Privatmann nahezu unmöglich.
 
So fotografiere ich übrigens auch noch, denn auch ich komme aus dem analogen Diafilm-Lager. Eiinfach mal drauflosknipsen und sehen was dabei herauskommt, das liegt auch mir nicht. Aber ich mache meine Fotos heute so, dass ich eine gute Grundlage für eine qualitativ hochwertige Nachbearbeitung habe, was ja quasi der früheren Arbeit im Entwicklungsraum gleichkommt. Von dahergesehen bin ich um diese Möglichkeit sehr froh, denn früher konnte man ja ohne größeren (finanziellen) Aufwand allenfalls seine Schwarz-Weiß-Bilder selber entwickeln.

Dieses "Fotografieren wie zu Analogzeiten" beinhaltet übrigens nicht nur farbliche oder andere Aspekte wie den Verlauf der Schärfe etc., sondern insbesondere auch den Bildaufbau und die Aufteilung des Gesamtbildes. Einfach mal abdrücken und danach womöglich zurechtschneiden liegt mir ganz und gar nicht.

Das müsste das sein, was Doris und Helmut damit gemeint haben.

Gruß,

Fredy

Hallo Alis,

da warst Du ein bisschen schneller, da Du meine Antwort wesentlich rascher auf den Punkt gebracht hast!
Pilzliebe geht nicht durch den Magen, sondern durch das Objektiv!
Antworten
#24
Hallo Alis, Hallo Fredy

Da habt Ihr beiden sehr wahrscheinlich wohl recht.
Es kommt hier auf die Betonung an. Ich hatte den Satz auch mehrmals durchgelesen und überlegt, ob das nicht auch so gemeint sein könnte, wie Ihr das aufgefasst habt.

Ich bin ja auch schon etwas älter und kenne die analogen Zeiten noch. Selbst wenn man, wie ich damals, nur Urlaubs- und Erinnerungsfotos mit einer einfacheren Kamera gemacht hat, musste man vorher gut überlegen, was und wie man fotografiert, denn wenn der Film bzw. die Papierfotos oder Dias aus dem Labor kamen, war es natürlich immer sehr ärgerlich, wenn ein Großteil der Bilder nichts geworden war.

(11-02-2018, 16:28)Fredy schrieb:  Zuerst dachte ich auch wie Du, dass die beiden noch analog fotografieren und wollte schon anfragen, wie die beiden dann den jeweiligen Papierabzug so qualitativ hochwertig digitalisieren, dass die Bilder so toll rüberkommen. War vor Jahren schon eine aufwändige Angelegenheit, als man versuchte, auf den Digitalisierungszug aufzuspirngen, ohne auf seine gute alte Analog-Kamera verzichten zu müssen. Die Dias musste man einschicken, um Abzüge davon machen zu lassen und diese dann anschließend wieder einschicken, um sie digitalisieren zu lassen. Und danach sahst Du jedes Staubkorn drauf... es war zum Verzweifeln!

Das hatte ich mich zwar auch zuerst gefragt, aber soweit ich mich erinnern kann, konnte man zu der Zeit als die Analogfotografie in die Digitalfotografie überging, die Fotos auch schon direkt bei der Entwicklung im Labor digitalisieren lassen und als s.g. Foto-CD bestellen. Diese Möglichkeit gibt es sicherlich auch heute noch, so dass es mir doch nicht ganz so "abwegig" erschien, wie ich das verstanden hatte. Manche Profifotografen fotografieren ja absichtlich noch (oder sogar wieder) analog.


Herzlich Grüße

Josef
Antworten
#25
Hallo Josef,


ach   Eek  
dann ist dein tolles Foto mit der Nikon und einer Nahlinse entstanden (+ Stack) - und nicht mit einer Systemkamera, das hätte ich jetzt ganz und gar nicht vermutet. Smile

Dass ich mich als "Non-Stackwoman" bezeichnet hatte, heißt ja nicht unbedingt, dass ich davon träume, eine "Stackwoman" zu werden  Wink  ... nur manchmal ... manchmal... da wäre es vielleicht angebracht.

Ich war bisher davon ausgegangen, dass "Kompaktkamera" (ob nun werbewirksam als "Kreativkamera" bezeichnet oder nicht) und "Stacken" zwei Begriffe sind, die sich - fast - ausschließen.
Sicher "gelingen" mir mit offener Blende auch Fotos mit sehr geringer (mir meist zu geringer) Tiefenschärfe, im Hintergrund war aber immer noch deutlich zu erkennen, um was es sich da handelt (nur eben in unterschiedlich stark ausgeprägter Unschärfe), so ganz "glatt" (oder auch informationsarm bis - frei) ging da nichts, wenn ich das denn mal so hätte haben wollen.

Ich hatte mal überlegt, eine "Versuchsreihe" zu starten, mit dem heimischen (großen) Stativ und mit manueller Fokussierung (und Stack). Davon war ich aber wieder abgekommen, weil der Hintergrund eben auch bei Blende 1,4 immer noch recht viel Information zeigte (etwas abhängig von den Abständen und Zoom). Außerdem stellte (und stelle) ich mir vor, dass die Schärfeneinstellung ohne "Drehen am Ring" sondern mit der "Wippe" oder mit "Tasten" (beim manuellen Fokussieren mit Fokus-Lupe) immer noch zu viel Unruhe hereinbringt ... dass ich das gar nicht so bewegungsarm und frei von Erschütterungen hinkriege (probieren schadet ja trotzdem nicht ...).

Bei meiner Lumix LX7 kann man so ohne Weiteres nichts anschrauben, es gibt aber einen Adapterring (wobei man - wie ich las - das "Original" kaufen sollte, aus qualitativen Gründen und mit neuem Objektiv-Deckel, weil sonst passt der mitgelieferte Deckel wohl nicht mehr, glaube ich.) Dann muss man vorne "was" abmontieren am Objektiv, damit man den Adapterring montieren kann. Davor hatte ich mich bisher gedrückt. Meine Kamera hat auch nur 90 mm Zoombereich (entspr. Kleinbild)

Nahlinsen von Hama (in der entsprechenden Größe, nur 37 mm Durchmesser)  haben allerdings bei A... auch sau-m... Kritiken - na, mal schauen, ob ich da doch irgendwann irgendeinen Versuch wage ... die optischen Qualitäten sollten aber schon ganz gut sein, sonst lohnt der Aufwand ja gar nicht.
Stativ ist bei diesen Experimenten eine Pflicht, das ist mir schon klar.
Bei "Normalverhältnissen" komme ich wie gesagt wg. des sehr lichtstarken Objektivs meist ohne klar - und wenn, dann hätte ich bisher in wenigen Situationen ein großes Stativ gebraucht, weniger ein kleines Stativ.

Danke jedenfalls für den Tipp  Sun
Nahlinsen und div. Zubehör aus analoger Zeit sind zwar vorhanden, aber in anderen Größen ...   Crying

PS:
Dass Helmut von Doris und Helmut die schönen Ergebnisse nur mit der entsprechenden Hardware wie Optik/Brennweite, mit Blendeneinstellung, mit kamera-internen Einstellungen inkl. Fokusbracketing und ohne weitere Nachbearbeitung zaubert, hatte ich schon mal "herausgekitzelt"
Cool
Viele Grüße von abeja

Pilzchips eingetragen seit APR 2014 - dies und das im Rätselspaß
...APR 2016: - 8+3-10+3 ...+5 von Lupus für "Satan von oben" =101

...APR 2017: -11(Topf) +3 (Buchstabensalat) +5 (Platz12) +2 (Platzierungswette)=100

Antworten
#26
Hallo Abeja,

Es gehört zwar nur bedingt zum Thema Fotowettbewerb, aber trotzdem möchte ich Dir noch kurz antworten.
Das Foto habe ich tatsächlich mit der Nikon gemacht; damals hatte ich die Olympus noch nicht.
Es geht mit der Nikon auch nicht in jedem Fall, sondern nur bei kleineren Motiven, wenn das Motiv bei dem von der Linse vorgegebenen geringstmöglichen Abstand bei vollem Zoom größenmäßig noch gut ins Bild passt und der Hintergrund möglichst weit entfernt ist. Dann ist die Schärfentiefe aber auch bei dem Motiv so gering, dass ich stacken muss. Das geht so ungefähr bis Helmlingsgröße, bei einem großen Stein- oder Fliegenpilz würde das nicht mehr gehen, da der bei dem Abstand nicht mehr ins Bild passen würde.
Meine Keulen befanden sich auf einem Baumstamm mit freiem Blick auf ein weiter entferntes Gebüsch.
Den Focus habe ich von Hand verstellt; an der Nikon befindet sich hinten ein kleines Drehrädchen mit dem man das feinfühlig machen kann. Alternative wäre ein Makroschlitten.
Auch bei der Nikon musste ich einen Ring abschrauben. Den Adapter hatte ich von einem Drittanbieter, da ich keinen Originaladapter finden konnte und einen passenden Objektivdeckel hatte ich mir zusätzlich gekauft, da der sowieso nicht auf die Linse gepaßt hätte.
Wenn Du noch Nahlinsen aus analoger Zeit hast, würde ich es doch einfach mal ausprobieren und die Linsen einfach vors Objektiv halten. bzw. auf dem Tisch mit Kaugummi o.ä. festkleben und die Kamera dahinter stellen. Die Linse muss nicht unbedingt direkt am Objektiv sitzen, ein paar mm Abstand machen da nichts. Bei meinem Adapter hat die auch einigen Abstand, je nachdem wie weit ich das Objektiv ausfahre.
Bei 90 mm Brennweite dürfte allerdings eine 3er Linse zu schwach sein. Ich hab's mal mit Flaschen in ca. 2 m Entfernung ausprobiert: bei 85 mm u. f 3,2 sind sie zwar schon ganz schön unscharf aber immer noch einzeln sichtbar, bei 200 mm ist fast nichts mehr zu erkennen. Du müsstest dann schon mind. eine 5-er Linse haben. Wenn Deine Kamera aber eine durchgehende Blende von 1,4 hat (bei meiner wird sie mit zunehmender Brennweite leider kleiner) könnte es vielleicht auch reichen.

Herzliche Grüße
Josef
Antworten
#27
Hallo zusammen,

ich kenne das schon aus anderen Foren und habe es auch gleich so verstanden, wie es Doris offenbar gemeint hat. Wenn es an Toleranz fehlt sind das oft Fronten: die "Fotografen alter Schule" gegen die "Technikfreaks". Erstere legen großen Wert darauf, die Fotos beim Schuss schon perfekt in die Kamera zu bekommen, letztere scheuen sich nicht, die Bilder aufwändig am PC zu bearbeiten. Ich denke, hier im Forum wird Toleranz groß geschrieben und es kommt letztendlich nur auf das fertige Foto an. Und bitte nicht falsch verstehen: Ich respektiere die Profis der "alten Schule"!!!

Ich selber bin froh, erst ernsthaft mit Fotografieren angefangen zu haben mit der digitalen Technik. Ich versuche zwar auch, beim Fotografieren schon soviel wie möglich richtig zu machen, habe aber die Freiheit und schätze die Möglichkeiten, hinterher mein Bild zu verbessern. Viele Themen der früheren Fotografie verschwinden auch einfach mit der rasanten Entwicklung der Technik. Es gibt z. B. keinen Grund mehr, ein Bild nicht zu croppen, wenn heutige Kameras 42-MP-Bilder machen. Im Gegenteil, man kann sich so sogar große und teure Teleobjektive sparen. Auch Themen wie Weißausgleich, Farbsättigung, Helligkeit, Kontrast usw. usw. sind leicht hinterher korrigierbar.

Wobei es meiner Meinung nach (wenn es ein Hobby ist erst recht) am meisten ankommt, ist, was dem Fotografen Spaß macht. Viele hassen einfach die Arbeit am PC, was ich auch verstehen kann. Mir selber macht das aber sehr viel Spaß. Als ich zum Beispiel das Stacken entdeckte, war ich tagelang so begeistert davon, dass ich jedes mögliche Motiv auf viele Arten stackte und atemlos vor dem PC zusah, wie das kostenlose und einfache Programm die Bilder vor meinen Augen "scharf" zusammensetzte. Ich bin dann also, wenn ich Abeja zitiere, eine "Stackwoman". :-) Aus meiner Erfahrung: Ich brauche und will keine Kamera, die da irgendetwas automatisch kann. Es geht doch nur darum, das Motiv in mehreren Schärfeebenen aufzunehmen. Ob man das mit Makroschlitten oder durch Drehen am Objektiv macht ist egal. Es geht auch ohne Stativ. Ich habe sogar einmal einen Schmetterling frei Hand gestackt, mit Serienfunktion und gleichzeitigem Drehen am Fokusring. Das funktioniert natürlich nicht immer, mit Stativ ist es sicherer. Aber auch das ist ja der große Vorteil der digitalen Fotografie: Man kann viele Versuche machen und mit Glück ist dann einer gelungen. ;-)

Was noch bleibt und kein PC hinterher erledigen kann ist das Finden und Sehen des Motivs und die kreative Entscheidung, wie man dieses in Szene setzt. Ich hoffe auch, dass dafür niemals Automatikprogramme entwickelt werden. ;-)
Liebe Grüße
Erika


Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist. (Erskine Caldwell) 







Antworten
#28
(13-02-2018, 16:14)ricky schrieb:  Viele hassen einfach die Arbeit am PC, was ich auch verstehen kann

Hallo Ricky,

hassen wäre ein zu scharfes Wort. Ich finde die digitale Fotografie schon ganz praktisch, nutze sie auch inclusive Photoshop etc., aber eine richtige Leidenschaft ist daraus nie geworden.
Zum Morgenkaffee geht`s schon digital los (Nachrichtenapps etc. ), bei der Arbeit wird der PC auch niemals runtergefahren und selbst beim Mikroskopieren von Pilzen habe ich mich schon sehr vom Rechner abhängig gemacht.

Deshalb bin ich immer wieder liebend gerne in meiner analogen Dunkelkammer, genieße den Geruch von frischem Fixierer und vergrößere meine 6x6-Tri-X-Negative auf schönem Barytpapier. Danach schaue ich dem ganzen entspannt beim Trocknen zu und freue mich über eine Tagesleistung von vielleicht fünf guten Vergrößerungen.

Meinem Sohn habe ich erst mal eine analoge Kamera geschenkt, weil ich nicht wollte, daß es sich diese Trash-Mentalität zu eigen macht - 1000Bilder knipsen und 900 davon löschen. Dabei lernt man nix.

Viele Grüße
Ralph
Antworten
#29
(13-02-2018, 17:16)Hassi schrieb:  
(13-02-2018, 16:14)ricky schrieb:  Viele hassen einfach die Arbeit am PC, was ich auch verstehen kann

Hallo Ricky,

hassen wäre ein zu scharfes Wort. Ich finde die digitale Fotografie schon ganz praktisch, nutze sie auch inclusive Photoshop etc., aber eine richtige Leidenschaft ist daraus nie geworden.
Zum Morgenkaffee geht`s schon digital los (Nachrichtenapps etc. ), bei der Arbeit wird der PC auch niemals runtergefahren und selbst beim Mikroskopieren von Pilzen habe ich mich schon sehr vom Rechner abhängig gemacht.

Deshalb bin ich immer wieder liebend gerne in meiner analogen Dunkelkammer, genieße den Geruch von frischem Fixierer und vergrößere meine 6x6-Tri-X-Negative auf schönem Barytpapier. Danach schaue ich dem ganzen entspannt beim Trocknen zu und freue mich über eine Tagesleistung von vielleicht fünf guten Vergrößerungen.

Meinem Sohn habe ich erst mal eine analoge Kamera geschenkt, weil ich nicht wollte, daß es sich diese Trash-Mentalität zu eigen macht - 1000Bilder knipsen und 900 davon löschen. Dabei lernt man nix.

Viele Grüße
Ralph

Hallo Ralf,

na das ist natürlich etwas ganz anderes! Wenn ich eine Dunkelkammer mit den entsprechenden Kenntnissen hätte würde ich das auch bevorzugen bzw. als Ergänzung lieben. Dass Du das Deinem Sohn bieten kannst finde ich super!!! Und da gebe ich Dir Recht: Etwas mit den Händen zu machen ist immer besser als mit dem PC!
Liebe Grüße
Erika


Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist. (Erskine Caldwell) 







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#30
Hallo,
ja - äh - hmm ... schön ...  schön Smile 

@ Josef: danke noch mal für deine Erfahrungswerte. Muss ich mal probieren - mal sehen, ob das überhaupt "was hergibt" (ich bin aber zur Zeit nicht zu Hause und habe keinen Zugriff auf die alte Ausrüstung).
Ich hatte mich auch etwas falsch bzw. unvollständig ausgedrückt, die 1,4 bleibt bei meiner Kamera im Zoombereich auch nicht bestehen, sie geht bei max. Zoom (entspr. 90 mm) auf 2,3.

@ Ricky: ich arbeite (oder "pussel herum") zwar auch ganz gern am Computer, aber der Fokus Wink  liegt bei mir eher im Naturerleben draußen, dabei entstehen dann die Bilder - je besser vor Ort schon, je lieber ist mir das auch.
Nachbearbeiten trotzdem ja - gerne aber "wenig", Beschneiden auch manchmal - wenn es mir nur um ein kleines Detail geht (oft Doku), ist oft "automatisch" zu viel drauf. Auch bei "durchgestalteten" Motiven habe ich allerdings gern ein klein wenig "Spielraum" .
Ich glaube nicht, dass mir Stacken (auch bei guten oder "intuitiven" Programmen) wirklich Spaß machen würde, es wäre für mich eine rein technische Angelegenheit um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. In diesem Fall würde ich dann gerne einen Automatismus benutzen, wenn denn das zufriedenstellend funktioniert (wo ja im Gegensatz eine automatisisierte "Motivklingel" niemals gut funktionieren würde, höchstens so, dass alle Welt nur noch die gleiche Art von Fotos macht - und das wäre ja grauenhaft Wink .)
Viele Grüße von abeja

Pilzchips eingetragen seit APR 2014 - dies und das im Rätselspaß
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