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Austernseitlings-Rezepte?
#1
Hallo,

Austernseitlinge hab ich bei uns noch nicht in der freien Natur gefunden. Wahrscheinlich ist es im Winter zu kalt und im Sommer zu trocken.

Deshalb hab ich ein mit Austernseitlingen geimpftes Substrat gekauft, zum Kultivieren in der warmen Stube. Die wachsen schon recht kraeftig und in ein paar Tagen kann ich ernten.

Was mach ich damit? Gibt es Rezepte speziell fuer Austernseitlinge?

lg. Dieter
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#2
Hallo Dieter,

an zu warm und zu kalt glaube ich nicht.  Ich wünsche dir aber auf jeden Fall Funde in der Natur. Du musst nur dran bleiben.
Das hat was.  Smile

   

Vor einigen Jahren habe ich es genau so wie du gemacht. Allerdings im Garten.    

Zu deiner eigentlichen Frage:

Zwei Links ......

 http://www.pilzforum.eu/board/thema-risotto-mit-austernseitlingen?highlight=Austernseitlinge

 http://www.pilzforum.eu/board/thema-austernseitlinge-ein-rezeptvorschlag-schnell-leicht-lecker?highlight=Austernseitlinge

 Wenn du es etwas schärfer magst, asiatisch, könnte ich nachliefern. In diese Richtung werde ich allerdings insgesamt mal was Größeres zusammenstellen.

 LG, Markus
 
Keine Verzehrfreigabe im Forum, über das Internet oder nur per Fotos.  Wende Dich an einen Pilzsachverständigen der DGfM-e.V.    oder entscheide eigenverantwortlich.  
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#3
Hallo Markus,

danke fuer die Rezepte.  Das sieht lecker aus.  Und ja, scharf moegen wir sehr.  Also wenn du noch etwas scharfes hast, immer her damit.

Eine andere Frage: du meinst ja, dass die bei mir auch in der Natur wachsen koennten. Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, das geimpfte Substrat nach der Ernte auf unserem Grundstueck zu verteilen, damit die vielleicht in Zukunft nochmal wachsen. Und wenn ja, wie mach ich das am besten? Einfach in die Erde geben? Oder vielleicht in Loecher von toten Baeumen? Wuerden die auf Eichen wachsen?

lg. Dieter
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#4
Hallo Dieter,

bei uns in Griechenland wachsen die nur in den kälteren Gebieten - also Gebirgslagen. An Eiche sehr selten bis fast gar nicht. Buche und anderes Laubholz mögen sie ganz gern, und ich finde sie meist an Tanne. Gibt's bei euch aber beides nicht, glaube ich?

Die Vegetation bei euch - Steineichen, Erdbeerbäume, etc - ist meiner Erfahrung nach kein gutes Gebiet für Austernseitlinge, daher kann ich mir vorstellen, dass das in der Natur (ohne Impf-Hilfe) schwierig ist.

Rezept: Ich finde sie - wie auch Kaiserlinge - gegrillt unglaublich lecker, nur mit ein bisschen Öl, Salz, Pfeffer und Zitrone.
Liebe Grüße von Sarah Sun
-------
Meine Bilder dürfen unter Namensnennung frei verwendet werden (CC-BY Lizenz).


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#5
(18-12-2016, 10:12)sarifa schrieb:  Hallo Dieter,

bei uns in Griechenland wachsen die nur in den kälteren Gebieten - also Gebirgslagen. An Eiche sehr selten bis fast gar nicht. Buche und anderes Laubholz mögen sie ganz gern, und ich finde sie meist an Tanne.  Gibt's bei euch aber beides nicht, glaube ich?

Die Vegetation bei euch - Steineichen, Erdbeerbäume, etc - ist meiner Erfahrung nach kein gutes Gebiet für Austernseitlinge, daher kann ich mir vorstellen, dass das in der Natur (ohne Impf-Hilfe) schwierig ist.

Rezept: Ich finde sie - wie auch Kaiserlinge - gegrillt unglaublich lecker, nur mit ein bisschen Öl, Salz, Pfeffer und Zitrone.

Hallo Sarifa,

wachsen die bei euch in der warmen oder kalten Jahreszeit? Bei uns ist es in der warmen Jahreszeit zu trocken fuer Pilze.

Auf dem Beipackzettel fuer das Substrat stand, dass ich es bei Zimmertemperatur zwischen 20 und 25 Grad aufbewahren soll, damit die Pilze wachsen.

Wir haben vorwiegend Korkeichen und Erdbeerbaeume, aber ich koennte auch etwas Pinien-Totholz von den Nachbargrundstuecken sammeln.

Danke fuer den Zubereitungshinweis.

lg. Dieter
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#6
Hallo Dieter,

Soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei diesen Kulturen nicht um den Austernpilz, den man hier in den Wintermonaten in der Natur findet, sondern um eine Zuchtform des Austernpilzes, auch Sommerausternpilz genannt. Der braucht es natürlich etwas wärmer.
Das verbrauchte Substrat nachher in der Erde zu verteilen, denke ich, bringt nichts. Denn der Pilz benötigt ja neues Substrat. Auf Erde allein wächst der nicht. Wenn Du kein geeignetes Holz hast. würde ich es mal mit einem Strohballen versuchen. Der sollte, wenn ich richtig informiert bin, aber vorher gewässert werden und dann etwas fermentieren. Anleitungen dazu findest Du im Netz.

Hg, Josef
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#7
Hallo Dieter,

Im Sommer ist es deutlich zu trocken, da wachsen hier - zumindest in den südlicheren Landesteilen - gar keine Pilze. Braucht halt Regen.

Wie Josef schon sagt, kann aber die Zuchtform deutlich andere Ansprüche haben - andere Temperaturen, weniger wählerisch beim Substrat... Stroh ist sicher eine gute Idee. Habt ihr Oliven in der Gegend? Die Abfälle von Ölmühlen gehen wohl auch, aber ich habe da zu wenige Infos um wirklich was Nützliches beizutragen... Hier im Unterforum zur Pilzzucht findest du aber sicher Hinweise.
Liebe Grüße von Sarah Sun
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#8
(18-12-2016, 17:22)Josef-08 schrieb:  Hallo Dieter,

Soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei diesen Kulturen nicht um den Austernpilz, den man hier in den Wintermonaten in der Natur findet, sondern um eine Zuchtform des Austernpilzes, auch Sommerausternpilz genannt. Der braucht es natürlich etwas wärmer.

Hallo Josef,

das heisst, dass diese Variante des Austernpilzes bei mir im Winter sowieso nicht in der freien Natur wachsen wuerde.

Zitat:Das verbrauchte Substrat nachher in der Erde zu verteilen, denke ich, bringt nichts. Denn der Pilz benötigt ja neues Substrat. Auf Erde allein wächst der nicht. Wenn Du kein geeignetes Holz hast. würde ich es mal mit einem Strohballen versuchen. Der sollte, wenn ich richtig informiert bin, aber vorher gewässert werden und dann etwas fermentieren. Anleitungen dazu findest Du im Netz.

Ich will nicht extra Stroh kaufen weil wir sehr viel Heu haben. Aber das Heu ist voller Gras- und Wildkraeutersamen, wodurch Pilze wohl kaum eine Chance haben.  Ich werde das Substrat bis zum Fruehling aufbewahren und dann einige Baumstaemme mit dem Akkubohrer aufbohren, um die Staemme mit dem Substrat zu impfen. Vielleicht kann ich ein oder zwei Seitlinge auch ganz auswachsen lassen, damit sie Sporen auf das Substrat fallen lassen.  Bei uns am Bach finde ich wohl eine Stelle, die auch im Sommer noch etwas Feuchtigkeit hat, sonst muss ich mit dem Gartenschlauch bewaessern. 

Auf dem Nachbargrundstueck habe ich einige Pinienstaemme gefunden. Die sind allerdings schon mit anderen Pilzen bewachsen. Ich frag mich, ob die Austernpilze sich trotz der Konkurrenz durchsetzen wuerden. Muss es eigentlich Totholz sein, oder wuerde das auch bei einem lebendem Baum funktionieren?

lg. Dieter

PS: Meine Austernpilze sind gut gewachsen. Der Hut des groessten ist jetzt 7 cm breit. Wann ist der beste Zeitpunkt fuer die Ernte? Bei dem Austernpilz von Markus sind die Lamellen schon wesentlich deutlicher ausgebildet, aber das ist wohl auch eine andere Art.

   

(19-12-2016, 14:27)sarifa schrieb:  Hallo Dieter,

Im Sommer ist es deutlich zu trocken, da wachsen hier - zumindest in den südlicheren Landesteilen - gar keine Pilze. Braucht halt Regen.

Wie Josef schon sagt, kann aber die Zuchtform deutlich andere Ansprüche haben - andere Temperaturen, weniger wählerisch beim Substrat... Stroh ist sicher eine gute Idee. Habt ihr Oliven in der Gegend? Die Abfälle von Ölmühlen gehen wohl auch, aber ich habe da zu wenige Infos um wirklich was Nützliches beizutragen... Hier im Unterforum zur Pilzzucht findest du aber sicher Hinweise.

Hallo Sarifa,

wir haben Olivenbaeume, aber die Olivenpressen in der Gegend sind schon seit langer Zeit wegrationalisiert. Dafuer importieren wir jetzt Olivenoel aus Spanien und Griechenland.

Wir haben alle moeglichen organische Materialien, darunter auch viel holziges. Es wird sich schon etwas passendes finden. Das herumexperimentieren ist ja der halbe Spass.

lg. Dieter
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#9
Hallo Dieter,

die von mir gezeigten Austernseitlinge sind klassische Austern, wie wir sie vor Jahren kannten, bevor sich Zuchtformen untergemischt haben und dann mehr oder weniger über das ganze Jahr zu finden waren.

Die Aufnahme von mir zeigt die Art (wenn man sie so überhaupt noch bezeichnen kann) die Frost zur Ausbildung der Fruchtkörper/Fruktuation     benötigt.

Es gibt zwischenzeitlich viele Möglichkeiten Austernseitlinge zu züchten, insbesondere im asiatischen Raum, der deinen klimatischen warmen Bedingungen wohl am nächsten kommt, werden sie im Haus regelrecht gezogen und gezüchtet.
Das hat mit den Funden bei uns in Deutschland nicht mehr wirklich viel zu tun. Das geht schon mehr in Richtung Kulturausternseiting,
der sich auf allerlei Substraten kultivieren lässt.

In den mitteleuropäischen Breitengraden wäre die Beimpfung von Rotbuche m. M. nach genial, dann waagerecht in den Boden legen, dass die Wasserversorgung gewährleistet ist. Die FK kämen dann allerdings auch nur im Winter.

Da mir die Wintermonate aber auch zu lang und zu zäh sind, habe ich mal auf Ebay geschaut. Da wird allerhand angeboten. Frost ist nicht notwendig und die Zucht kann Haus oder Garten erfolgen, auch bei deutlichen Plusgraden. Eine interessante Alternative.
Einen Anbieter habe ich gefunden, der sogar die Vermehrung des beimpften Substrats per Video auf Youtube anbietet  und damit die ganzjährige Ernte aufgrund Eigenvermehrung anpreist. (Auf Kaffesatz als Substrat)  Angeschaut habe ich mir das noch nicht, könnte mir allerdings durchaus vorstellen, dass das klappt.

Das Austernmyzel ist äußerst durchsetzungsfähig, insbesondere wenn sich auf dem Substrat noch kein anderer Pilz ausbreitet.
Ich habe erst letztes  Wochenende wieder die vom Vohrjahr "beimpften " Subrastratblöcke im Wald ( die, die bleiben dürfen) angeschaut. Das Ergebnis liegt weit über 50%.

Allerdings haben wir hier andere klimatische Bedingungen und Substrate, das hast du völlig richtig gesehen. Von daher ist ein Umdenken notwendig.  Der Austernseitling- wenn auch in Kulturform - ist jedenfalls ein durchsetzungsfähiger Pilz.

Vielleicht musst du da ein bisschen testen und probieren, ich sehe da gute Erfolgschancen.

Pilzmännchen und auch andere Anbieter haben da einiges im Programm, dass man selbständig weitervermehren kann.  

PS : Heißes Rezept folgt.

LG aus Deutschland,

Markus
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#10
(20-12-2016, 22:37)DieterB schrieb:  Ich will nicht extra Stroh kaufen weil wir sehr viel Heu haben. Aber das Heu ist voller Gras- und Wildkraeutersamen, wodurch Pilze wohl kaum eine Chance haben.
Ich werde das Substrat bis zum Fruehling aufbewahren und dann einige Baumstaemme mit dem Akkubohrer aufbohren, um die Staemme mit dem Substrat zu impfen. Vielleicht kann ich ein oder zwei Seitlinge auch ganz auswachsen lassen, damit sie Sporen auf das Substrat fallen lassen.  Bei uns am Bach finde ich wohl eine Stelle, die auch im Sommer noch etwas Feuchtigkeit hat, sonst muss ich mit dem Gartenschlauch bewaessern.
Auf dem Nachbargrundstueck habe ich einige Pinienstaemme gefunden. Die sind allerdings schon mit anderen Pilzen bewachsen. Ich frag mich, ob die Austernpilze sich trotz der Konkurrenz durchsetzen wuerden. Muss es eigentlich Totholz sein, oder wuerde das auch bei einem lebendem Baum funktionieren?

Hallo Dieter,

Schau doch bitte mal in den Shop von "Pilzmännchen". - Dort gibt es auch Anleitungen für die Zucht von Austernpilzen.

Mit dieser Methode könnte es möglicherweise vielleicht auch mit Heu gehen: https://www.pilzzuchtshop.eu/austernpilz-rosenseitling-home-pilzzuchtset
Die dort beschriebene Hitzebehandlung des Substrates dürften die Gras-u. Kräutersamen wohl nicht überstehen. Man müßte es einfach mal versuchen.

Bei Pinien habe ich Zweifel. Soweit ich weiß, wachsen Austernpilze nur? auf Laubholz. Ich selbst habe auch noch keine auf Nadelholz gefunden.
In dieser Anleitung findest Du u.a. auch, welche Hölzer geeignet sind: https://www.pilzzuchtshop.eu/austernpilz-impfstaebchen-pilzbrut

An lebenden Bäumen würde ich das nicht versuchen. Abgesehen davon, dass sich ein gesunder Baum vermutlich gegen den Pliz wehren würde, würdest Du damit auch den Baum schädigen bzw. umbringen.

VG, Josef
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