Pilze aufwärmen

Kann man Pilze gefahrlos wieder aufwärmen? Oder riskiert man dabei sogar eine „unechte“ Pilzvergiftung? Eine „unechte“ Pilzvergiftung wird durch verdorbene Pilze, besser gesagt verdorbenes Eiweiß ausgelöst. Dies geschieht, wenn Pilze zu lange oder falsch gelagert wurden. In gekochten Speisen sieht es auch nicht anders aus. Pilze sind, nicht zuletzt auf Grund des hohen Eiweißgehaltes, leicht verderblich. Wird das Pilzgericht falsch aufbewahrt, verdirbt es und man kann die nächste Zeit sitzend sowie kniend auf dem WC verbringen. Genau dies ist auch der Grund für den falschen Mythos, dass man Pilze nicht wieder aufwärmen darf.

Natürlich kann man Pilze aufwärmen. Wir leben im 21. Jahrhundert und haben Kühlschränke. Diese gab es damals noch nicht. Das Pilzgericht wurde bei zu hohen Temperaturen gelagert, verdarb und man machte den Vorgang des Aufwärmens für die Übelkeit und den Durchfall, nach dem Verzehr, verantwortlich.

Pilze aufwärmen

Pilzgerichte sollten nicht über einen längeren Zeitraum bei Zimmertemperatur stehen gelassen werden. Das sind ideale Bedingungen für Bakterien, um sich zu vermehren und das Eiweiß in den Pilzen „anzugreifen“. Es verdirbt, es bilden sich Toxine und man wird krank. Man sollte die Pilzmahlzeit recht zügig herunter kühlen und auch wieder ordentlich erhitzen. Eine Aufbewahrung von 24 Stunden im Kühlschrank ist absolut problemlos.