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Mutation zu Giftpilzen?
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bucki Offline
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Beiträge: 177
Registriert seit: Aug 2008
Bewertung: 1
Beitrag: #11
RE: Mutation zu Giftpilzen?
Hallo Ralf,

ich bin Molekularbiologe, genauer Pflanzenphysiologe, und arbeite eigentlich nur im Labor und habe von der biologischen Welt "draußen" nicht wirklich viel Ahnung. Daher liegen mir die Pilze so am Herzen, da dass mal "richtige" Biologie ist Smile
Und was machst du?

Schönen Sonntag, Bucki.
25-10-2009 08:56
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Ralf Online
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Beiträge: 588
Registriert seit: Aug 2007
Bewertung: 3
Beitrag: #12
RE: Mutation zu Giftpilzen?
Ich bin als Referent tätig, in einem nicht-wissenschaftlichen Bereich, aber ich mag es sehr, wenn es tiefgründig wird und Zusammenhänge professionell erläutert werden, so dass ich unmittelbar nach dem Lesen des Beitrags beginnen "muss", den Ursprung und die Definition gewisser Teminologien via Wikipedia u. a. Seiten zu ergründen... Wink

Schönen Sonntag auch Dir und dem Rest der Mannschaft,
Ralf

...andere sammeln Briefmarken - ich Pilze Toungue
25-10-2009 15:59
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hexenopa Offline
Senior Member
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Beiträge: 551
Registriert seit: Oct 2009
Bewertung: 5
Beitrag: #13
RE: Mutation zu Giftpilzen?
(21-10-2009 07:29)bucki schrieb:  Du sprichst von Gefahr, aber ohne Mutationen wären wir heute nicht hier. Letztlich dienen Mutationen zur Selektion und bringen neue Fähigkeiten hervor. Mutationen die zur Verschlechterung von Funktionen beitragen, setzen sich im Allgemeinen nicht durch.

Natürlich bringen Mutationen neue Fähigkeiten hervor, für das betroffene Lebewesen sicher von Vorteil, das ist unbestritten.

Die Eingangsfrage war aber sinngemäß, ob es bei Mutationen von Pilzen eine Gefahr für uns Menschen geben könne.

Wenn ich mir die Reaktionen der Natur auf die sich in der letzten Zeit geänderte Umwelt mal so anschaue, da werden z.B. Genveränderungen deutlich.
Als einfache Beispiele nehm ich mal Insekten, die sich im Laufe der Zeit auf Pestizide eingestellt haben, oder nehmen wir Bakterien, die gegen Antibiothika resistent geworden sind.
Zwei einfache Beispiele also, die aufzeigen, dass sich aus unserer Sicht als Mensch Mutationen schon gefährlich auf uns auswirken können.

Bei den industriell bedingten Schadstoffen die in unsere Umwelt eingebracht werden sehe ich eher die Gefahr einer Wechselwirkung mehrerer Schadstoffe zusammen.

Manchmal mache ich mir vielleicht auch nur zu viel Gedanken...die Natur regelt das schon, ohne uns zu fragen.

Einen schönen Sonntag noch.
Gruß vom Hexenopa Julius

Ernest Hemingway
Die Altersweisheit gibt es nicht. Wenn man altert, wird man nicht weise, sondern nur vorsichtig.
25-10-2009 17:00
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julius Offline
Junior Member
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Beiträge: 12
Registriert seit: Oct 2008
Bewertung: 0
Beitrag: #14
RE: Mutation zu Giftpilzen?
Hier noch der Semf eines weitern Julius.
Ich wollte das ganze noch einmal (stark vereinfacht) macroskopisch darstellen,
soweit ich dazu in der Lage bin.

Plötzliche starke Mutationen die den Stoffwechsel betreffen, führen (so gut wie) immer zur Lebensunfähigkeit des Lebewehsens. Deswegen wird mit Sicherheit nirgendwo ein vorher genießbarer Pilz entwickeln, der dann bei aufnahme einer konsumierbaren Mänge des Pilzes zu einer vergiftung führt. (vergammelte/kranke Pilze zählen nicht ;-)

Es könnte aber z.B. sein, dass ein Pilz der bereits Vorstufen zu Giften produziert durch eine Mutation ein Gift Produciert. Dies wird dann aber nur in sehr geringer Menge vorliegen, denn zu starke und plötzliche verenderungen des Stoffwechsels verkraften kompliezierte Organismen ja nicht.
Dieser Leichte anteil eines neuen Giftes wird niemanden umhauen, was noch einmal deine Frage beantworten dürfte.

(Man kann also auch weiterhin Hexenröhrlinge verspeisen (nach gründlichem kochen), Ohne dass man Angst haben muss, dass sie zum Satansröhrling werden, auch wenn es sein könnte, dass es Hexenröhrlinge gibt, die (durch mutationen) neben den normalen Giften auch die stärkeren Gifte des Satansröhrlings (oder ganz neue) enthalten, dann aber nur in sehhhhr geringen Mengen.)

Jedoch könnte dieser geringe Giftanteil bereitz einigen Fressfeinden den appetit verderben. Dies führt zu einem Vorteil des giftigsten Vertreters einer Art, und durch weitere Mutationen und selection wird sich die Giftigkeit erhöhen und vieleicht kommen langsam noch neue Gifte hinzu (hier sollte man dann aber langsam in Jahr(hundert)tausenden rechnen).

Also brauch man keine Angst haben das man den tödlichen Steinpilz erwischt. Sollte man tatsächlich einmal auf einen Gift-Mutanten treffen, wird dieser ehr bei den Pilzen zu finden sein, die bereits schwerer bekömmlich oder in rohem Zustand giftig sind.

Im schlimmsten Falle wird einem dann wohl ein wenig übel und man erfährt niemals, dass man Zeuge der wunderfollen und grausamen Evolution geworden ist. Sollten sich diese Gifte dann inerhalb der Art durchsetzen, werden die Pilzsammler der Zukunft diese Art meiden, wenn immer häufiger leichte vergiftungen nach dem genuss des Pilzes vorkommen bis diese Pilze (durch mutation und selektion) eine tödliche Giftigkeit ereicht haben, werden längst alle Pilzbücher neu geschrieben worden sein, zumindest wenn es die Species Mensch so lange durchhalten sollte.

Viele Grüße Julius
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28-10-2009 14:05 von julius.)
28-10-2009 13:57
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