Jorge
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giftige Sporen
Hallo zusammen,
im Natur.Lexikon.com auf der Seite http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/001/00034/fm00034.html findet man folgenede Ausführungen:
Zitatanfang
"Neue Forschungen haben ergeben, daß die Sporen des Austernseitlings, besonders die der Zuchtform (ähnlich übrigens bei Zuchtformen des Stockschwämmchens und des Shiitakepilzes) giftig sind, wobei das Pilzgift bisher unbekannt ist. Die Sporen vor allem der Zuchtform (z.B. Pleutotus ostreatus. var. Florida) sind hochpotente Allergene, die nach intensivem Einatmen (z.B. in Zuchträumen) relativ schnell zu einer allergischen Entzündung der Lungenbläschen führen können (= exogene allergische Alveolitis). Ziel der Austernseitlingszüchtung in der BRD ist es darum, sporenfreie Formen zu züchten.
Symptome:
nach kurzer Zeit (exaktere Zeitangaben sind offensichtlich nicht möglich, vermutlich wegen der unterschiedlichen Kondition der jeweilig Betroffenen) Niesreiz, Bindehautentzündung, Atemnot mit asthmatischen Charakter, auch nach Stunden können sich Husten, Fieber, Schwindel, Thorax- und Muskelschmerzen einstellen."
Zitatende
1.Ist da wirklich was dran?
2.Kann man wirklich bei den dort beschriebenen allergischen Reaktionen/Symptomen von Giftigkeit sprechen?
VG Georg
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| 12-09-2009 13:19 |
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Mycelio
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RE: giftige Sporen
Hallo Georg,
das Wort giftig halte ich hier für unsinnig. Das trifft wohl eher auf andere Arten zu, z.B. bei Schimmelpilzen der Gattung Aspergillus. Die sogenannten Aflatoxine (benannt nach Aspergillus flavus) können Krebs auslösen oder sogar Organversagen, wenn sie in hohen Konzentrationen in den Körper gelangen. Doch selbst diese kommen nicht immer im gleichen Maße vor. Habe mal eine Untersuchung gelesen, die zu dem Schluß kam, daß der Giftgehalt stark von der Temperatur abhängt und unter 35°C sehr gering ist.
Die beschriebene Allergie existiert allerdings wirklich bei Pilzzüchtern und Erntehelfern. Die sogenannte Pilzzüchterlunge mit grippeähnlichen Symptomen kann aber von den Sporen vieler Pilzarten ausgelöst werden, nicht nur bei den oben genannten Arten. Bzgl. Austernseitling kenne ich die Geschichte umgekehrt, so daß Wildformen mehr Sporen produzieren und eher Allergien auslösen. Vielleicht haben sich da aber auch längst sporenarme Zuchtstämme durchgesetzt.
Betroffen sind meist Personen, die über längere Zeit (Monate oder Jahre) hohen Konzentrationen an Pilzsporen ausggesetzt sind, wobei es aber nicht jeden trifft. Man kann das vielleicht am besten mit Heuschnupfen vergleichen. Abhilfe schaffen dann spezielle Atemmasken, deren Feinstaubfilter die Sporen zurückhalten.
Grüße, Carsten
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| 12-09-2009 20:02 |
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