Forenankündigung: Über Demokratie, Gerechtigkeit und freie Meinungsäußerung
Über Demokratie, Gerechtigkeit und freie Meinungsäußerung!
Wir können wohl mit Recht behaupten, dass unser schönes Forum eines der friedlichsten und angenehmsten ist. Das liegt zum einen an den vielen tollen Usern, vielleicht auch ein bisschen daran, dass Pilzfreunde meist tiefenentspannt sind, zum anderen aber auch daran, dass unsere Moderatoren einen derart hervorragenden Job machen, so das ein Eingreifen der Administratoren nur äußerst selten nötig wird.
Wenn es eines Eingreifens durch Moderatoren bedarf, erfolgt das meist im Hintergrund, in aller Stille und ohne großes Aufsehen im Forum. Mischen sich die Administratoren ein, erfolgt das ebenfalls im Hintergrund, mündet aber meist in klaren Stellungnahmen wie dieser.
 
Meist, aber eben nicht immer.
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass Streitigkeiten harscher ausgetragen und beendet werden müssen, als es normalerweise der Fall ist.
 
Das liegt nicht unbedingt daran, dass ein User ein ausgemachter Stinkstiefel ist, der mit niemandem sonst zurecht kommt. Manchmal, zum Glück selten, kommt es auch mit einem der Gemeinschaft als friedlich und engagiert bekannten User zu scheinbar unüberbrückbaren Problemen.
Dabei spielen die Begriffe in der Überschrift meist eine tragende Rolle. Denn diese Begriffe sind nur scheinbar eindeutig besetzt. Darum wollen wir hier einmal auf die Auswirkungen dieser und ähnlicher Begriffe eingehen. Hoffend, dass sich dadurch mögliche Wogen glätten oder gar nicht erst entstehen.
 
Ein Forum wie unseres ist ein öffentliches. Hier kann sich jeder registrieren und nach Herzenslust seine Funde zeigen, oft bestimmen lassen, sich verabreden oder mit anderen Usern austauschen.
Diese Öffentlichkeit und Offenheit verleitet manchmal dazu, dass ein User meint, ein Internetforum sei öffentlicher Raum, vergleichbar mit einem Dorfplatz oder dem Treffpunkt draußen im Wald.
 
Nun, das ist es nicht. Jedes Forum gehört einem Betreiber, also jemandem, der juristisch und finanziell verantwortlich ist. Es ist durchaus vergleichbar mit einer gemütlichen Kneipe, juristisch ist es eher ein virtuelles Haus. Und wie in der Kneipe oder im eigenen Haus gilt das Hausrecht des jeweiligen Eigentümers.  
 
Dieses Hausrecht erstellt der Betreiber und ernennt Moderatoren, die über die Einhaltung dieses Hausrechtes wachen. Moderatoren entscheiden, gemeinsam mit den Administratoren und im Sinne des Betreibers, auch über Regeln, Veränderungen, Ergänzungen und wie mit Störungen des Haus- oder besser Boardfriedens umgegangen wird. User können und sollen natürlich Anregungen und Vorschläge machen. Vieles in unserem Forum stammt aus diesen Vorschlägen.  
Aber hierbei kommt es vor, dass ein User meint, über seinen Vorschlag solle mit der Userschaft in einem demokratischen Prozess abgestimmt werden.  
Zu einem solchen Entschluss   kann   der Moderatorenkreis kommen. Er kann auch Vorschläge zur Diskussion stellen. Er kann aber auch eigenständig eine Entscheidung treffen. Das ist von vielen Faktoren abhängig wie z. B. technischer Umsetzbarkeit, Unvereinbarkeit mit der Forenstruktur etc.
Fakt ist, dass ein Forum nicht basisdemokratisch geführt wird, sondern sich nach Willen, Plan und Zielen des Betreibers richtet. So wie ein Gastwirt seine Kneipe führt oder wie jeder von uns seinen eigenen Haushalt führt. Und Gäste und Besucher haben sich nun mal daran zu halten. Und wie jeder einen Gast oder Besucher bei der Störung des Hausfriedens zur Ordnung rufen, ihm im Extremfall bei völliger Uneinsichtigkeit auch mal die Türe weisen wird, so sollen und müssen die Moderatoren dieses Forums gleiches tun. Darin besteht deren Aufgabe in einem Forum, und zwar ohne Rücksicht oder Ansehen der betreffenden Person.  
 
Außer bei Forentrollen, bei Vorgängen, die juristisch und oder gesellschaftlich völlig neben der Spur sind (hier z. B. Rauschpilzanfragen, sexistische oder fremdenfeindliche Äußerungen, harsche und wiederholte Beleidigungen), geschieht dies jedoch nie ohne vorherige bzw. zeitgleiche Kommunikation mit dem User, entweder öffentlich oder im Hintergrund, sei es per PN oder sogar per Telefon.
Doch leider hilft das nicht immer, eine Situation zu befrieden, und in solchen seltenen Fällen endet der Prozess mit der Sperrung eines Users.

Und nun kommt das Gerechtigkeitsgefühl zum Tragen. Abgesehen davon, dass es eine allumfassende Gerechtigkeit nicht geben kann, dass es bei zwei Streitparteien so gut wie immer eine gibt, die sich ungerecht behandelt fühlt, ja fühlen muss weil "Verlierer", findet ein großer Teil der vorherigen Kommunikation zwischen Moderatoren und Streitpartei(en) nicht öffentlich statt. Will heißen, die Gemeinschaft bekommt bestenfalls den Beginn eines Streites mit, nicht aber alles, was danach hinter den Kulissen vor sich geht. Und mit diesem verständlicherweise unvollständigen Wissen bilden sich manchmal Parteien aus Anhängern, Freunden oder Sympathisanten, die den Rauswurf eines Users als ungerecht empfinden. Würden Sie die ganze Geschichte kennen, die von ellenlangem hin- und hergeschreibe zwischen Moderatoren und User erzählt, von teils auch kontroversen Diskussionen unter den Moderatoren, von Stunden Freizeit, die die Moderatoren dafür opfern, so kämen sie vielleicht zu einem anderen Schluss.  
Diesem Gefühl der ungerechten Behandlung wird dann manchmal öffentlich Luft gemacht, indem jemand einen Thread eröffnet, der die Sache erneut hochkochen lässt. Und das wiederum führt erneut zu Parteienbildung und Streit. Daher lassen die Moderatoren die öffentliche Austragung von Streitigkeiten ebenso wie ein öffentliches "Nachkarten" gar nicht erst zu, bzw. beenden es so schnell wie möglich durch Schließung eines Threads oder durch Löschen oder Editieren eines Posts.
Das führt nun wiederum zur nächsten Fehlannahme, dem oft fehlinterpretierten Recht auf freie Meinungsäußerung. Diese freie Meinungsäußerung, im richtigen Leben wie auch in einem Forum, endet nämlich genau dort, wo der Frieden, die Ehre oder die Rechte anderer verletzt werden. Andere, das können User, aber selbstverständlich auch Moderatoren sein. Und da greifen wir rigoros durch. Völlig in Ordnung ist es hingegen, seinen Unmut über Maßnahmen oder Entscheidungen den Moderatoren oder auch uns Administratoren per PN zukommen zu lassen. Beschwerden werden immer ernst genommen, gemeinsam besprochen und jeder bekommt auch eine Antwort. Doch auch da sind Grenzen gesetzt, wenn keine unserer Antworten befriedigt und immer wieder per PN nachgebohrt und herumargumentiert wird. Irgendwann erklären wir auch dann die Diskussion für beendet und bitten um Ruhe.
Wir sind uns absolut bewusst, dass wir damit den einen oder anderen User trotz vorheriger intensiver Erklärungs- und Beschwichtigungsversuche verloren haben oder verlieren werden.
Das ist leider manchmal unumgänglich, um noch größeren Schaden für die Gemeinschaft abzuwenden.
Was wir jedoch kaum verhindern können, sind Manipulationsversuche unzufriedener User hinter den Kulissen. Sei es per PN, Mail oder wie auch immer. Da können wir nur auf den gesunden Menschenverstand der kontaktierten User hoffen, auf deren neutrale Urteilskraft und deren Widerstandskraft gegen solche Intrigen.
 
Wie auch immer: Ihr könnt alle versichert sein, dass die Moderatoren keine leichtfertigen oder einsamen Entscheidungen treffen und dass, was auch immer an Maßnahmen ergriffen werden muss, ausschließlich dem Zweck dient, dieses Forum so angenehm, friedlich und gerecht wie möglich zu führen und zu bewahren.

Die Administratoren